Wie autark geht’s denn?

April 2020 – wunderbarstes Frühlingswetter, doch das Corona-Virus dominiert alles: die Schweiz ist im Ausnahmezustand! Stay at home ist angesagt 😦


Wir wären gern in den Jura gefahren in den Frühlingsferien… aber alle Zeltplätze sind geschlossen, social distancing und erhöhte Hygienemassnahmen… Reisen geht gar nicht!
Da uns aber die Decke auf den Kopf fällt, entscheiden wir uns doch für ein Oster-Camping-Weekend am Waldrand in Muri (natürlich mit Erlaubnis des Landwirts, dem das hübsche Plätzchen gehört) und wollen mal schauen, wie lange wir es ohne Strom und Wasser etc. da aushalten .

Gründonnerstag kommen wir an und richten uns ein. Es ist herrliches Wetter: wolkenlos blauer Himmel, ein warmes Lüftchen, beruhigend ruhig… Vogelgezwitscher ohne Ende, der Bach plätschert in der Nähe, die wenigen Spaziergänger sind weit weg! Sehr sehr friedlich und erholsam. Wir lesen, spielen, fotografieren, kochen , faulenzen, tanken Sonne und dösen am Schatten, alles im Schneckentempo und sehr gemütlich. Zum Ausspannen perfekt!

Und wir verbrauchen was wir haben an Strom, Wasser und Gas, hören Musik mit der Boombox, laden unsere Handys und Dampfis, der Kühlschrank ist proppenvoll und läuft auf Hochtouren, wir duschen und waschen das Geschirr mit heissem Wasser, lassen tagsüber sogar kleine Ventilatoren laufen und nachts die Standheizung…
Mit dem mitgelieferten Solarmodul probieren wir sobald die Sonne da ist die zweite Batterie aufzutanken – doch das ist nicht ganz einfach. Der Stecker ist an einer blöden Stelle und hat vielleicht auch einen Wackelkontakt. Je nach Winkel der Solarzelle liefert sie gut oder produziert fast gar nichts, man muss den Standort dauernd anpassen (dafür kommt uns Andy’s Foto-Stativ sehr gelegen) – schlussendlich sind wir am Samstagabend strommässig ziemlich ausgeschossen und schlafen sogar ohne Standheizung, denn die läuft schon gar nicht mehr an (läuft mit Diesel, aber das Gebläse braucht halt doch Strom).

Doch das Experiment war gut, denn jetzt wissen wir Bescheid.
– Wenn man etwas sparsam ist und die Sonne scheint, reicht der Strom knapp zwei Tage.
– Auch das WC hat nach 3 Tagen eine Reinigung/Leerung nötig.
– Wasser würde auch etwa so lange reichen, wenn man vielleicht noch separat Trinkwasser dabei hat. Und nicht nur Frischwasser ist ein Thema: nach ein paar Tagen ist auch der Abwassertank ziemlich voll.
– Gas reicht förig, und dafür hätten wir sogar noch Ersatz dabei.
Massnahmen: Wir brauchen eine dritte Batterie und das Solarmodul muss besser angeschlossen werden!


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