Zum Ferienauftakt und zur Verabschiedung werden wir von der Familie kulinarisch verwöhnt und übernachten auf der neu eingeebneten Wiese in Muri. Friedlich, den Urlaub so zu beginnen: Es ist schon total Reisestimmung, aber falls doch noch etwas fehlt, wären wir ganz schnell nochmals zuhause…
Kilometer fressen auf dem Weg nach Norwegen

Sonntagmorgen ohne Lastwagen quer durch halb Deutschland: Nach 600km kommen wir in Zierenberg bei unserem Hinterland-Stellplatz an und verbringen dort einen friedlichen Abend mit spannenden Gesprächen mit unserem Gastgeber Richard.






Kurz nach uns ist auch unser Sohn Sebastian mit seinem Nissan Pickup eingetroffen. Wir machen diese Reise nämlich gemeinsam. Er hat die Kabine zum diagonalen Reisebett umgebaut und ein kleines Zelt hat er auch dabei. Die ausziehbare Küche ist immer noch praktisch und die grosse Kompressorkühlbox können wir sicher auch gut gebrauchen.

Mit diesem Truck haben Andy und ich auch schon zwei grosse Reisen gemacht (Schottland/England und Spanien/Portugal mit normalem und Dachzelt), bevor wir unseren Bus gekauft haben. Ihn wieder dabei zu haben, weckt schöne Erinnerungen und den Sebi dabei zu haben ist sowieso ganz schön!!!


Am Montagmorgen die nächsten 400km bis kurz vor Kiel mit viel mehr Verkehr (LKWs) und einem Riesenmassenstau wegen Unfall bei Hamburg – zum Glück auf der Gegenfahrbahn 🍀

Wir kommen kurz vor 4 bei unserem Hinterland-Platz in Rümpel an: Ein riesiges Anwesen mit Teich und SUP, Hühnern und Enten, Lounge, Hängematte und unglaublich viel Platz… hier könnte man prima Ferien machen für 22 Euro die Nacht 😄










Ankunft in Norwegen
Mit der riesigen Fähre „Color Line Magic“ fahren wir von Kiel nach Oslo. Wir haben eine 5 Sterne Kabine gebucht (mit Aussichtserker und viel Platz!). Das Meer ist sehr ruhig und und die Seereise ist voll angenehm 😊 wir geniessen es total.



Impressionen und ein paar Daten vom Schiff…












Spannender Moment, wie die Riesenfähre unter der Storebelt-Brücke hindurch fährt… da waren wir vor einem Jahr beinahe mit dem Bus oben drauf!




Das Nachtessen im Restaurant Océanic View ist hammermässig fein 😋 danach noch einen Good-Night-Drink im Observation Deck und den Abend mit einem kitschig schönen Sonnenuntergang nach 11 Uhr draussen beschliessen.







Wir sind sowieso ständig am Schlemmen, auch das Frühstück mit viel Fisch ist oberlecker !




Nach 20 Stunden kommen wir in Oslo an und alle müssen bei der Ausfahrt erst mal ins Röhrchen blasen (es ist bekannt dass sich die Leute auf der Fähre die Lampe füllen, weil Alkohol in Norwegen sehr teuer ist).



Oslo
Wir „wohnen“ in Bogstad Camping etwa 35 Minuten ausserhalb des Zentrums und erkunden die Stadt mit öV (Bushaltestelle gleich vor dem Zeltplatz) und zu Fuss.




Der Yachthafen für die kleinen Boote und Segelschiffe ist unglaublich gross. Das müssen einige Tausend Schiffe sein (im Bild ist nur ein Bruchteil davon)… und riesige Kreuzfahrtschiffe hat es auch gleich mehrere im Hafen.
























Wikinger Schiff-Museum ist geschlossen – wir weichen auf das virtuelle Museum „Viking Planet“ aus und das lohnt sich auch!


In der ersten Nacht kommt ganz plötzlich heftiger Regen und ziemlich Wind auf. Andy und Sebi bauen uns ein Regen-sicheres Camp mit Tarps auf (Vertikal-Markise😉), das die ganze Nacht„verhebt“ und am nächsten Morgen hat es dann wieder blauen Himmel!



Kistefos in Hadeland
Was das ist? Ein ganz extra tolles outdoor Museum mit Skulpturen, Installationen, Architektur und Industriekultur… etwa eine Stunde nördlich von Oslo.


Die Bilder sprechen für sich. Es hat uns extrem gut gefallen und beeindruckt – ein „must see“ und definitiv den kleinen Umweg wert!!!



















Das neue Gebäude „Twist“ ist grossartig und total faszinierend…






Auch die spannende Ausstellung mit Werken von dieser polnischen Künstlerin hat uns sehr gefallen!







Unterwegs zur Westküste
Nach dem Museum wollen wir auf den höchsten Pass Norwegens , den Sognefjellet. Doch die Navis sind sich nicht einig – wir entscheiden uns für das falsche und landen bei immer stärkerem Wind und Regen irgendwo im nirgendwo auf über 1000 m über Meer.



Wir suchen etwas neben der Strasse ein geschütztes Plätzchen und finden eins. Schöne Aussicht und weit und breit nur Natur. Verkehr hat es auch keinen. Man hört nur Wind und Tropfen.
Unsere erste „Wild campen“ -Erfahrung 😎 bei garstigem Wetter ist mit Standheizung und Gerstensuppe ganz gemütlich…





Als wir nach der stürmischen Nacht weiter wollen , wird klar warum hier kein Verkehr war…


Dieses Schild vor 30km hätten wir vielleicht doch nicht ignorieren sollen?🤣… ist aber nicht schlimm, die erste Nacht „Freistehen“ war es wert!!!
Wir fahren zurück zur E16, weiter nach Flåm und dort mit der alten “Flåmsbana“ von Meereshöhe (Aurlandfjord) rauf in die Berge und zurück!





Die Norweger können das mit den langen Tunnels (24km Lærdaltunnelen auf dem Weg nach Flåm) und mit den Kehrtunnels für Züge auch. Die Aussicht ins steile Tal und auf die schneebedeckten Berge ist schon aussergewöhnlich. Die vielen teils sehr hohen und breiten Wasserfälle sind sehr eindrücklich – besonders der riesige Kjonsfall von ganz nahe inklusive der mystisch-kitschigen Show-Einlage🤩

Von wegen Show: Spezialbeleuchtung á la Polarlichter in den langen Strassentunnels… auch ein guter Wow-Effekt 😊


In Voss, über dem Dorf am Waldrand, finden wir einen offiziellen gratis Standplatz und stellen unser Schlamm-Camp im Regen auf … ja, das Wetter ist etwas frustrierend!!! Aber schlussendlich sitzen wir zu viert im Bus, Sebi mit Gitarre (ja auch die hat noch Platz 😊) und verbringen einen herrlich friedlichen und feucht-fröhlichen Abend miteinander 🎶😍







Bergen
Es ist wieder mal Haare waschen angesagt, deshalb haben wir uns eine günstige und günstig gelegene Mini-Wohnung gemietet für eine Nacht in der regenreichsten Stadt Norwegens. Weil wir noch etwas zu früh da sind, fahren wir zuerst mit der Gondel auf den „Ulriken“. Das ist der höchste Berg von Bergen 😉








Dann suchen wir unsere Unterkunft (parkieren ist in den engen Gassen eine kleine Herausforderung), machen eine Siesta und spazieren am Abend noch ein bisschen herum. Es ist Sonntag und nicht viel los. Wetter eher kühl aber es bleibt trocken.






Es ist beinahe bis Mitternacht hell – wir merken gar nicht wie die Zeit vergeht. Auf den letzten Drücker bekommen wir im Restaurant Dr. Wiesener noch ein exzellentes Dinner mit vorzüglichem Wein aus dem Priorat😊😋😊


Am nächsten Morgen besichtigen wir nochmals das „Bryggen“-Quartier und die uralte „Holzstadt“.









Wir kaufen Schmuck und essen lecker Frühstück in einer Biobäckerei mit Café. Auch die Altstadt ist herzig (überall Strassenkunst!), aber es zieht uns in die Natur.




Wir kaufen ein und fahren auf der E39 mit den für Norwegen üblichen, bummeligen 50-70 km/h Richtung Norden. Plötzlich Ziegen auf der Strasse und endlich die erste Autofähre!



Gegen 16 Uhr finden wir einen ruhigen Zeltplatz in Reed und können unser Lager direkt am Breimsvadnet-See aufstellen. Es ist richtig heiss, die Sonne knallt und wir baden sogar im eiskalten Wasser.









So nah am Wasser gefällt uns hammermässig und wir beschliessen auch am nächsten Tag hier zu bleiben, uns auszuruhen, faulenzen und lesen ist angesagt und vielleicht noch Kuchen backen!

Die Wettervorhersage stimmt: Am nächsten Tag regnet es etwa ab Mittag, teilweise sogar ziemlich heftig. Der Zitronenkuchen aus dem Omnia ist voll lecker und wir verbringen den Tag wie geplant mit faulenzen und nichts tun 😊






Sagastad Wikingermuseum in Nordfjordeid und Westkap
Am Tag nach dem Regen-Pausen-Tag ist das Wetter leider auch noch nicht wirklich besser. Immerhin können wir im Trockenen zusammenpacken und machen uns auf den Weg zum Westkap.

In Nordfjordeid gibt’s Frühstück in einem coolen Café mit exzellentem Kaffee. Die Norweger stehen total auf Kaffee und man bekommt fast überall richtig guten und das in vielen Variationen, auch Cortado oder hier sogar „Swiss Cappuccino“ mit Kondensmilch und Schokolade😋



Nach dem Essen besuchen wir das Vikings-Museum Sagastad 🗡 – sehr lohnenswert!

Es ist sehr spannend, mehr über die Wikinger zu erfahren. In Sagastad wird im Detail auf die Beerdigungsrituale eingegangen. Hier wurde im 9. Jahrhundert König Audbjørn bei einer Schlacht mit Harald Schönhaar getötet. Er wurde zusammen mit seinen Besitztümern und Waffen, Opfertieren, wahrscheinlich auch Menschenopfern, in einem 30m langen Schiff verbrannt.




Die Knochenreste wurden eingesammelt und in einem irischen Topf aus Email zusammen mit den Schild-Knöpfen von mindestens 44 Kriegern unter einem 4m hohen Erdwall begraben.

Myklebust-Schiff: Man konnte die Grösse und Bauart dieses Bootes rekonstruieren und hat es mit den alten Methoden nachgebaut.





Sehr eindrucksvoll!!! Auch die Architektur mit dieser glänzend-spiegelnden Decke – voll WOW 🤩🤩🤩

…und auch lustig😂



Danach sind wir auf die Insel Vågsoy gefahren und auf schmalen Passstrassen zum Leuchtturm Kråkenes Fyr. immer ganz nahe am Fjord und ab und zu gabs auch mal ein paar Sonnenstrahlen. Beim Leuchtturm wars aber wieder vorbei damit. Das Meer ist wild und das Wetter bedeckt und extrem windig, beim Leuchtturm wird man fast weggeblasen!








Wir wollen eigentlich am Strand auf einen Zeltplatz – aber bei diesem Sturm wäre das kein Vergnügen gewesen. Also weiter Richtung Selje. Von unterwegs buchen wir eine Unterkunft in einem Ferienhaus: Günstig, altmodisch aber zweckmässig und sauber, die Dusche funktioniert… tipptopp!





Fast wäre daraus nichts geworden. Zwischen Windschutzscheibe und Cockpit gibt’s beim Bus einen Spalt auf der ganzen Länge. Zu dünn für Finger aber breit genug für Kreditkarten… und meine ist mir da reingerutscht, weil ich sie blöderweise beim Fahren aufs Armaturenbrett gelegt habe 😳🤪🤬
Zum Glück habe ich meinen real life Guardian Angel Mac Gyver dabei, der das Ding mit der Taschenlampe erspäht und mit Gaffa-Tape wieder herausoperieren kann 😍

Am Morgen regnet es immer noch… zurück auf die Insel Vågsøy zum Kannesteinen…kleiner als erwartet, aber wie Andy sagt: Wir sind schon mehr Kilometer gefahren für weniger!!!



Impressionen von unterwegs Richtung Westkap – ab und zu zeigt sich doch ein Sonnenstrahl und wir sind vorsichtig optimistisch!







Nach etwa 1 1/2 Stunden erreichen wir das Westkap. 500 m über Meer mit einer grandiosen Aussicht auf die Küstenfjorde und Fjelle (Berge). Das Wetter spielt voll mit, es hat sogar ein bisschen Sonne und erstaunlich wenig Wind! Sehr cool dass wir diesen westlichsten Spot Skandinaviens bei gutem Wetter erleben dürfen😎









Danach fahren wir nach Åheim auf einen leeren Campingplatz am hintersten Ende einer Bucht des Vanylvsfjorden – es hat sogar ganz wenig Ebbe und Flut! Es ist ein bisschen sumpfig auf der Wiese – deshalb keine anderen Gäste 😉





Lange sitzen wir noch in der ☀️ Sebi spielt Gitarre 🎶 ich blogge 📝 und Andy fotografiert die zahlreichen Vögel📸





Videfossen, Geriangerfjord, Trollstigen
Am nächsten Morgen, was für eine Überraschung, regnet es. Der Fjord, gestern Abend noch Sumpfgebiet, ist jetzt überflutet.

Wir sind ein bisschen sehr gemütlich drauf und starten erst ungefähr um ein Uhr Richtung Osten. Unser Ziel ist das Gebiet rund um den Trollstigen.

Die Fahrt geht wie üblich durch viele kleine und längere Tunnels und entlang der Ufer von Seen und Fjorden. Nach einem Einkaufs- und Verpflegungshalt in Volda erreichen wir bald Videsæter. Die Strasse ist schon zügig kurvig und führt uns bald bis über tausend Meter über Meer. Unterwegs zweigen wir rechts ab auf die 1894 erbaute Strasse zwischen Hjelle und Grotli: Die Landschaftsroute Gamle Strynefjellsvegen.





Nach dem sehr beeindruckenden Wasserfall Videfossen fährt Andy auf der alten einspurigen Strasse weiter (ich habe Schiss🙈). Es ist holperig, kurvig, kalt, nass, neblig… links und rechts grobe Felsen, überall sprudelt Wasser, meterhoher Schnee und Steinschlag-Lawinen… eine unwirtliche und doch sehr faszinierende Landschaft.









Mit dem Bus hätten wir unterwegs an der alten Strasse übernachten können, aber nicht im Zelt. Zu kalt und zu felsig. Es ist schon beinahe 8 Uhr abends als wir Grotli erreichen. Kein Campingplatz und das einzige Hotel ist ausgebucht. Also entscheiden wir uns, doch noch weiter zu fahren nach Geiranger.



Die Strasse ist wieder zweispurig und zum ersten Mal ist Tempo 90 erlaubt. Es ist aber so neblig und kurvig – nicht zu empfehlen! Die Gebirgslandschaft ist extrem! Alles sehr eindrucksvoll🤩
Auch in Geiranger sind sämtliche Zeltplätze mit Hütten voll und so landen wir schliesslich in einem grossen, teuren Hotel, werden sehr nett empfangen und bekommen dort auch noch ein wirklich gutes Znacht.



Nach dem reichhaltigen Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Trollstigen. Unterwegs beim Aussichtspunkt Ørnesvingen nimmt Sebi noch eine kleine, dann doch etwas grösser als erwartete Dusche 😅






Auf diesen besonderen norwegischen „Landschaftsstrassen“ wird Natur mit Architektur & Design „verbunden“ – sehr ansprechend, oft verblüffend und definitiv spannend! Uns gefällt‘s😍😎

Unterwegs immer wieder Schafe….





… und Wasserfälle – so viele, dass sogar Andy sagt, er hätte jetzt genug für lange Zeit 😉



Gudbrandsjuvet: Noch ein Wasserfall und was für einer! Mit sehr cooler Aussichtsplattform und feinen zimtschnecken im Café nebendran😊







Weiter geht es zum Pass. Hier sind richtig viele Touristen, aber es verteilt sich einigermassen und ist von der Masse Leute her erträglich – von der spektakulären Natur und Strassenbau her unbedingt sehenswert!











Heute sind wir früher dran und um 2 Uhr halten wir am ersten Campingplatz kurz vor Andalsnes an und bauen uns ein schönes Camp. Natürlich fängt es wieder an zu regnen aber wir sind im Trockenen, haben Zeit für Siesta und Wäsche waschen (gar nicht so einfach wenn der Tumbler 3x länger braucht als erwartet und eine Menge Leute am liebsten meine nassen Kleider rausnehmen und die eigenen reinstecken würden!) und grillieren was leckeres zum Znacht. Tipptopp so!





Sebi hat uns ein wärmendes Feuer gebastelt 😍










Atlantikstrasse
Der Romsdalfjorden ist schön, aber bei schönem Wetter schöner. Wir fahren nach But an der Westküste und nehmen die Landschaftsroute „Atlanterhavsveien“ in Angriff. Unterwegs noch kleiner Stopp in Åndalsnes und eine Fähre und ein Versuch Taschentücher und Eier einzukaufen an einem Sonntag (alles geschlossen ausser ab und zu ein Tankstellen-Shop, die haben aber nur Limonaden, Süsses, Motorenöl, 🌭 und 🍔 ).




Auf visitnorway.com wird die Atlantikstrasse so beschrieben:
„Schönste Autofahrt der Welt und in Norwegen zum Bauwerk des Jahrhunderts gekürt, 8274 Meter lang und 1989 fertiggestellt. Die acht Brücken schlängeln sich zwischen Inseln, Holmen und Schären und sind untereinander durch herausfordernde Straßenabschnitte verbunden, die im Gestein dieser Küstenlandschaft fest verankert sind. Die Altantikstraße ist ein zusammenhängendes Erlebnis von Küste, Kultur und Geschichte. Die Kontraste zwischen einer Fahrt bei glatter See und glitzernder Sonne oder tosenden Wellen und nordwestlichem Sturm sind unbeschreiblich.“
Wir haben es so erlebt:



… passend dazu:
Auf einen herzigen Camping gleich am Meer, etwas nördlich von Kårvåg auf der Insel Averøy, mieten wir uns eine „Hytter“ mit Küche, Bad und 2×2 Etagenbetten. Erst mal trocken werden…



Am nächsten Morgen ist es tatsächlich trocken und die Sonne güxelt ein bitzeli👍👍👍 nach dem späten Frühstück fahren wir die „Atlantic road“ gleich ZWEI Mal!





Cool dass es heute geklappt hat mit besserem Wetter. Die Kombination von Brücken, Inseln und Meer ist schon einmalig!















Danach besichtigen wir die Stabkirche von Kvernes. Wir werden von drei engagierten und sehr freundlichen jungen Menschen im Talar begrüsst. Diese Stabkirche ist speziell, weil bei Renovationen bemerkt wurde, dass sie gar nicht aus dem 13. Jahrhundert stammt, sondern 300 Jahre später erbaut wurde – als einzige Stabkirche nach der Reformation also. Naja. Für uns nicht so ein wichtiges Detail.





Die Kirche liegt an einer Kreuzung von vier Fjorden. Neben dem alten roten Gebäude wurde später noch eine zweite Kirche errichtet. Die Neue ist karg, kein Gold, keine bunten Scheiben… – aber auch die Alte ist sehr anders als Kirchen bei uns oder im Süden… die Holzschnitzereien archaischer, weniger gekünstelt, eher volksnahe und „irgendwie wikingerhaft“… ein besonderer Ort auf jeden Fall.






Danach weiter Richtung Kristiansund. Wir passieren den „Atlantic Ocean“ Freifjordtunnel, der uns auf einer Länge von 5 km mit 10% Gefälle 130 m unter Meeresspiegel auf eine der vier Stadtteil-Inseln führt.



Es ist Montag – alles noch ziemlich tote Hose hier. Wir essen Klippfisch (Kabeljau, Spezialität von hier), Shrimpsalat und Pizza. Nach dem leckeren Essen noch ein Bummel durch ein Einkaufszentrum und Weinvorrat auffüllen im Vinmonopolet, dann zurück auf die Insel.







Nach dem Znacht macht Sebi für uns ein Feuer in einer kleinen Hütte am Rand der Insel. Die Möwen rufen, zetern, quaken, … unglaublich wie viele verschiedene Töne sie produzieren können. Wir quatschen auch und tauschen Fotos aus, staunen dass es gar nicht dunkel wird und dass man die Atlantikstrasse von hier aus sehen kann.



Muskox im Dovrefjell-Nationalpark
Muskox sind Moschusochsen. Etwa 220 leben hier frei und friedlich westlich von der E6 in den Bergen zwischen Oppdal und Dombås.
Wir übernachten zweimal im Furuhaugli Camping. Schöne Aussicht über das weite Tal, aber sehr viele Stechmücken und miese Sanitäranlagen.

Heute um 9 Uhr Treffpunkt mit Håkon, unserem Guide für die Muskox-Safari. Zuerst gibts noch einige Grundlageninfos, dann fahren wir etwa 15 Minuten und kurz vor 10 Uhr wandern wir los auf der Suche nach den schwergewichtigen Urtieren.

Es gab sie hier schon zur Zeit der Mammuts. Dann aber sind sie gestorben oder nach Schweden ausgewandert oder die kleine Population überlebte wegen Inzucht nicht oder auch wegen dem Hunger der Menschen. Im zweiten Weltkrieg wurden die letzten 10 Tiere nämlich von der hungernden Bevölkerung gejagt und gegessen. Insgesamt seit etwas mehr als 100 Jahren wird hier also eine Population von Moschusochsen mit Tieren aus Grönland wieder angesiedelt und zurzeit läuft das sehr gut. Sie hatten noch nie so viele Kälber wie letztes Jahr.







Wir wandern über relativ flaches Terrain auf schmalen steinigen Pfaden, überqueren Bäche und umgehen sumpfige Stellen so weit möglich.. plötzlich sagt Håkon: Da vorne sind sie! Tatsächlich! Noch viele hundert Meter Entfernung, aber mit Fernglas oder durchs grosse Tele-Objektiv kann man sie erkennen. Es ist eine Gruppe weiblicher Tiere mit einigen Jungen. Sie stehen im Schneefeld und kühlen sich ab.





Während wir langsam näher kommen , wandern sie fressend weiter. Dafür sehen wir jetzt auch noch zwei Bullen. Es dauert bis wir auf etwa 200m an sie rangekommen sind. Näher sollte man nicht. Aber dann kommen die beiden auf ihrer Fresstour uns noch etwas entgegen. Wir bleiben an Ort und können sie wunderbar und lange beobachten. Bis auf 150m kommen sie ran, dann ziehen sie nordwärts weg.

Es ist Zeit umzukehren. Insgesamt sind wir knapp 6 Stunden zu Fuss unterwegs gewesen – am Schluss gabs auch noch einen kurzen Regenschauer. Genug für unsere Knochen und vor allem die Füsse! Wir sind etwas kaputt und freuen uns auf ein hoffentlich feines Znacht. Das Restaurant hier wird hoch gelobt. Wir werden nicht enttäuscht: die Bedienung ist sehr fröhlich und freundlich und es gibt lecker Elchburger, Risotto und Hammer Cheesecake😋😋😋



Norwegen Fazit
Während der Rest Europas seit Wochen unter grosser Hitze mit Waldbränden und und Dürre ächzt, haben wir hier oft eher gefroren und hatten definitiv genug Regen und Nässe! Jetzt geht es bei Temperaturen knapp unter 20 Grad und Regenschauern Richtung Schweden… wir müssen langsam heimwärts. Zeit für eine Einschätzung…
Die Landschaft Norwegens ist gross und grossartig! Die Weite gefällt mir, die riesigen Wälder, die steilen und doch nicht schroffen Berge, das Meer und die Fjorde! Es ist eindrücklich und wirkt definitiv entschleunigend – mit der Zeit aber trotz aller Schönheit auch etwas langweilig. Bei besserem Wetter hätten wir das vielleicht anders empfunden…
Die meisten Strassen führen den Seen und Fjorden entlang, ab und zu gibts eine Fähre, einen Tunnel oder einen Pass. Mit der Zeit wird das irgendwie etwas eintönig…



Die vielen Brücken und Tunnels sind der Schweizer Ingenieurskunst mindestens ebenbürtig: 24 km der längste Tunnel und 130m unter Meeresspiegel tief einer unter dem Fjord hindurch…

Jede Strecke zieht sich allerdings endlos lange hin, weil man meist nur irgendwo zwischen 40 und 80 km/h schnell fahren kann. Aber sind die Strassen so kurvig und schmal, dass schneller eigentlich gar nicht möglich wäre. Wir wurden gewarnt, dass Geschwindigkeitsbussen sehr hoch seien. Wir halten uns also an das verordnete Schneckentempo. Die einzigen, die sich nicht an die Tempolimite halten, sind Norweger…Positiver Nebeneffekt: Unser Bus verbraucht deutlich weniger Most als zuhause…🤭

Autobahnen gibt es nur Nähe Oslo. Für die vielen Fähren und Mautstrassen lohnt sich ein „BroBizz“-Gerät an der Windschutzscheibe kombiniert mit „autopass ferjekort“… dann kann man überall durch und bekommt teilweise sehr gute Rabatte. Muss man aber etwa 6 Wochen im voraus online in die Wege leiten! Die Rechnung kommt dann nach Hause in etwa einem halben Jahr…

Rote Häuser sieht man am meisten, aber sie sind auch gelb, grün und blau und oft grau, weiss , schwarz und braun, manchmal mit aufwändigen Schnitzereien an Balkonen oder am Giebel. Einzelne Häuser stehen verzettelt in der Landschaft herum, auch wenn kein Dorf in der Nähe ist. Entlang der Fjorde hat es sehr viele Ferienhäuser.


Die Dörfer sind klein, selten ein Restaurant und grössere Einkausgeschäfte gibt’s auch nur in Städten.
Campingplätze hat es teilweise sehr viele, dann wieder gar keine. Sanitäranlagen sind nicht immer top – ich bin froh, dass wir unsere eigene Toilette haben. Zum Haare waschen gehen wir in Hotels oder Hütten. Diese „hytter“ die man auf dem Zeltplatz oft auch mieten kann, sind sehr einfach gehalten: eigene Tücher und Bettwäsche mitbringen und mit Etagenbetten rechnen. Doch man kann kochen und bei Schlamm oder Sturm sind sie eine willkommene Alternative zum Zelt.

Das Essen hat mich positiv überrascht. Im Gegensatz zu Dänemark essen wir hier oft gut, fein gewürzt, mit innovativen Zutaten sowie schön angerichtet. Eine Freude 😋😋😋 vegetarisch gibt’s zwar nur auf Anfrage, vor allem ist Fleisch und Fisch im Angebot. Die Süssspeisen sind sehr gut und vor allem die Fischsuppe (fyske suppe) ist mega lecker (sogar Sebi fand sie ganz fein)😉! Brot: Es gibt gutes Grahambrot, ist aber mit der Zeit doch etwas langweilig.





Die Norweger trinken Kaffee in allen Varianten. Man kriegt auch Cortado, Espresso oder Cappuccino und Latte machiato beinahe überall – und zwar guten!!! Sebi hatte heite einen „Thor‘s Hammer“ (starker Filterkaffee mit zwei Espresso drin)😳
Alkohol ist teuer – wird hier vor allem am Freitag & Samstag konsumiert. Wenn man an anderen Tagen Wein trinkt, nennen die Einheimischen das „continental drinking“🤣 Bier gibt’s im Supermarkt, Schnaps und Wein man kann nur in den staatlichen „Vinmonopolet“ kaufen. Dafür gibt es dort eine Riesenauswahl. Wir kaufen immer „Boxed Wine“ im 3 Liter Karton – ist ein Gefühl wie im Schlaraffenland (Hähnchen auf und es kommt immer was raus😉) und er lässt sich im Camper am besten versorgen!

Vegetation: Viele violette und gelbe Blumen am Wegesrand, die Wälder sind sehr dicht mit üppigem Unterholz, was am Boden liegt, treibt wieder aus… hier noch die Nationalblume (hat Sebi entdeckt auf Lysøya) oder vielleicht ist es sie doch nicht?

Die Berge sind steil, vor allem im Westen, aber nicht kantig und felsig, sondern abgerundet und oft bewaldet bis oben. Sie sind auch nicht sehr hoch, 2000m ist schon viel!
Die Fjorde sind teilweise sehr lang, meistens etwa so breit wie irgendein Schweizer See, sie können aber auch viel breiter sein (Meer ähnlich). Auch in den Fjorden gibt es Ebbe und Flut. Man ist also auch 100 km von der Küste entfernt immer wieder auf Meeresspiegel-Höhe.

Im Landesinneren ist die Baumgrenze viel tiefer als bei uns, schon auf 1200m Höhe wächst meistens nur noch Gebüsch und weiter oben viele Flechten, Gräser und kleine Büsche. So stelle ich mir Tundra vor…

Wasserfälle hat es überall und ständig!!! Sogar Andy kann sie bald nicht mehr sehen…









Die Leute sind sehr freundlich, hilfsbereit, geduldig und höflich! Alle können Englisch, Deutsch nur ganz selten (obwohl sie es in der Schule als zweite Fremdsprache wählen können).
Tiere:
Moschusochsen sind schwer erreichbar, aber es ist sehr cool dieses urtümliche Tier in der Wildnis zu erleben!
Adler leider keine gesehen, dafür umso mehr Möwen. Nicht nur gesehen – auch gehört: Sie sind laut und haben eine unglaubliche Vielfalt an Tönen!!!
Schafe wie in Schottland überall auf und neben der Strasse 🐑🐏🐑
Mücken hat es manchmal plötzlich ganz viele und sehr eklige, sie haben mehrtägige Kratz- und Nerv-Attacken ausgelöst… ich bin sicher sie sind mit den Midges of Scotland verwandt 😤

In Sachen Natur hat Norwegen viel zu bieten und wir waren ja nur im Süden bis Höhe Kristiansund (N). Der Norden im Winter mit Polarlicht, Nordkap, Schlittenhunde-Touren etc. Das reizt uns immer noch! Aber die untere Hälfte von Norwegen haben wir glaub für den Moment gesehen…
Nichtsdestotrotz gab es einige Highlights, die uns sehr gefallen haben und noch lange in Erinnerung bleiben werden:






Kulturell gibt dieses Land jetzt auch nicht sooo berauschend viel her. Aber zwei Sachen haben uns total begeistert: Kistefos Museum in Hadeland und Sagastad Wikinger Museum in Nordfjordeid! Das waren ganz tolle Highlights!!!! Absolut empfehlenswert 👍👍👍


Und schlussendlich ist das alles egal:
Richtig gut ist es nur mit den richtigen Leuten ❤️

Südschweden


Nach einer Hotelübernachtung in der Nähe des Flughafens (mit feinem Znacht) bringt Sebi Inês auf ihren Flug Oslo-Zürich und wir fahren direkt Richtung Grenze.




Wir merken nicht viel vom Grenzübertritt, es sieht alles aus wie vorher und regnet wieder mal… Sebi treffen wir auf einem kleinen Zeltplatz an einem Fischersee Nähe Karstad. Dort passiert dann beim Kochen eine kleine Katastrophe: die Nissan-Heckscheibe zerbricht beim Zuschlagen in zehntausend Stücke, weil die Gitarre irgendwie dazwischen klemmt… Mist!!!! 😳😤😤😤

Erst mal die Sauerei wegmachen, bei inzwischen strömendem Regen!!! Dann eine gute Notlösung er-finden, denn in der Kabine auf der Ladebrücke des Pickups ist eigentlich auch Sebi‘s Schlafplatz.



Doch mit Tarp ist schon bald der trockene Schlafplatz gesichert und dank feiner Pasta mit Tomatensauce und im Omnia selbst gebackenem Tirolerkuchen wird der Abend doch noch nett.


Am nächsten Morgen scheint die Sonne. Wir finden trotz vier Versuchen niemanden, bei dem wir die Übernachtung bezahlen könnten. Also fahren wir halt trotzdem los.


Wir besuchen das Vitlycke Museum bei Tanum. Dort wurden 4000 Jahre alte Felszeichnungen gefunden, die UNESCO Weltkulturerbe sind. Neben dem Museum gibt es noch ein kleines Bronzezeit-Dorf. Schön gemachte Ausstellung und nach kurzer Wanderung kann man die im Birkenwald verteilten Originale der uralten Kunst anschauen. Friedlich und eindrücklich.








Überall sind plötzlich bestens zurecht gemachte Amischlitten aus den 50er & 60er Jahren unterwegs – ein grosser Parkplatz voll davon! Alle johlen und haben Freude, eine Riesenshow. Leider haben wir keine Fotos gemacht…
Wir müssen Vorräte auffüllen.

In einem extrem gigantischen Coop kaufen wir wieder mal viel zu viel ein und fahren dann noch etwa eine Stunde zum Stenrösets Camping in Trollhättan. Dort ergattern wir einen der letzten Plätze. Trotz Vollbelegung ein voll sympathischer Zeltplatz: sehr freundliche Rezeption mit kleinem Shop und Beizli, supersaubere Sanitäranlagen, Minigolf, Pool, schöner Spielplatz und grosse Parzellen. Salat und Cervelats zum Znacht und Pläne schmieden wie es weitergehen soll.




Am nächsten Tag blochen wir auf der E6 südwärts bis Kopenhagen, es sind gut vier Stunden Fahrzeit. Einige Eindrücke von unterwegs:




Vor der Öresundbrücke (7.845km lang, es ist die längste Schrägseilbrücke weltweit!) gibt’s noch einen Fotostopp – auch zum wieder „wach werden“… Es tut gut, nach der stundenlangen Autofahrt aufs Pier hinaus zu laufen und sich den Meerwind um die Ohren blasen zu lassen.





Der BroBizz piepst zum ersten Mal und die Schranke für die Brückenmaut geht hoch 👍👍👍 auf dieses Geräusch hat Andy schon die längste Zeit gewartet. Sue fährt die Brücke und den anschliessenden Tunnel (unter dem Meer) von Malmö bis Kopenhagen in gemächlichem Tempo (es ist zweispurig und man darf 110 km/h fahren). Auch hier merkt man gar nichts vom Grenzübertritt.
Wir finden unser Hotel und auch zwei sichere Parkplätze nebeneinander ganz in der Nähe („green zone“ = einigermassen zahlbar ganz praktisch per App).


Kopenhagen
Nach dem Einchecken im „wake up kopenhagen“-Hotel und einer längeren Siesta suchen wir am Sonntagabend noch in der Nähe nach einem feinen Restaurant. Gar nicht so einfach. Schon in Bergen war am Sonntag fast alles geschlossen. Auch hier machen viele Restaurants am Sonntag bereits um 9 oder 10 Uhr zu und wir sind erst um nach 8 Uhr überhaupt auf die Suche gegangen!
Aber es kommt gut: Beim Italiener „il Ponte“ ganz in der Nähe des Hotels werden wir glücklich. Andy sagt, so lecker habe er in diesen Ferien noch nie gegessen ☺️









Sehr feinen Wein gibt es hier und für die Herren auch noch Corretto Grappa
Auf dem Heimweg beginnt es zu tröpfeln, aber wir finden ein Restaurant mit Schirm und bleiben zuversichtlich: für den nächsten Tag ist ziemlich gutes Wetter angesagt.

Am nächsten Morgen (Montag) ziehen wir zeitig los. Wir wollen die Stadt zu Fuss erkunden, etwas Bewegung tut uns gut (nicht nur immer fein essen…). Bei Katz Café gibt’s Frühstück: Croque Monsieur und Smoothie und feinen Cappuccino.




Dann marschieren wir kreuz und quer durch die Innenstadt.
Kopenhagen ist voll friedlich und cool. Es hat zwar schon viele Touristen, aber es ist trotzdem entspannt und vergnüglich, durch die Altstadt oder dem Meer entlang zu schlendern. Die Stadt ist sauber, und man fühlt sich sicher und kann sich überall frei bewegen.

Es hat viele schöne alte Gebäude aber auch spannende moderne Architektur. Die Distanzen sind zu Fuss gut machbar.



Kleine herzige Lokale locken zu Pausen und die Leute sind durchwegs überall sehr nett und freundlich.
Am Montag haben wir bei viel Sonne die Innenstadt und das Hafenviertel erkundet. Auch Nyhavn und die kleine Meerjungfrau lassen wir nicht aus – aber da hat es uns doch zu viel Volk! Aber grundsätzlich gefällt uns die Stadt sehr und wir beschliessen, noch einen Tag anzuhängen.



Am Dienstag sind wir zur alternativen Siedlung „Freistadt Christiania“ gegangen, ein bisschen shoppen und am Abend ins Tivoli (traditioneller Vergnügungspark von 1843). Hier die besten Fotos aus zwei Tagen intensiv Sightseeing Kopenhagen:
































































Rømø
Langsam aber sicher müssen wir unsere Heimreise planen. Aber ein bisschen was liegt noch drin … und so beschliessen wir Dänemark zu durchqueren und noch einmal – wie letzten Sommer – die Insel Rømø zu besuchen.



Mit zügig Wind über die Stœrebæltbrücke (der BroBizz hat wieder gepiepst) und nach etwa 4 Stunden kommen wir auf dem halbleeren Oasen Stellplatz an.

Kurze Kaffeepause und dann ab auf den riesigen Sønderstrand😎
Hat saumässig Spass gemacht😍!!!





Die Zwiebeln, Zitronen und Zuckerpäckli wieder einsammeln, übers Fotografieren fachsimpeln und Gemüsereis kochen 😋





Am nächsten Morgen (Donnerstag) noch eine kurze Runde über den Strand 😊😊😊 (es hat viel weniger Wasser als gestern) und dann südwärts in Richtung unseres zweitletzten Übernachtungsorts: Ein Hinterland Stellplatz auf halber Strecke nach Nürnberg.




ab in den Süden
Naja – eher zurück in den Süden. Die Ferien sind fast vorbei und wir fahren wieder in die Schweiz.

Es fällt mir etwas schwer, mich vom Meer zu verabschieden… aber ehrlich gesagt, freue ich mich auch wieder aufs grosse Zuhause. Der Bus ist ein voll gutes kleines Zuhause und es hat auch alles wunderbar „verhebt“. Er ist genau auf unsere Bedürfnisse ausgelegt und eingerichtet. Wir haben ja wirklich viele Extras und Verbesserungen eingebaut oder auch einbauen lassen. Aber jede einzelne davon hat sich gelohnt und ist für uns praktisch, nötig und stimmig. Sogar den CB-Funk hat sich beim Unterwegs-Sein mit einem zweiten Auto als total nützlich und hilfreich erwiesen.
Nach Rømø ist vor Rømø – dort gefällt es uns und da waren wir sicher nicht zum letzten Mal. Aber für dieses Jahr leider schon.

Wir starten die Rückreise mit etwa 6 Stunden Autobahn und allem was dabei wohl oder übel dazugehört: Sehr viele Lastwagen und Baustellen, einige grössere und mittlere Staus, ab und an mal 150 fahren, grausige Raststätten und feine selbstgemachte Sandwiches, Kaffee, noch mehr Kaffee (oder Cola/RedBull), Süsses und Salziges, laute Lieblingsmusik zum mitsingen und Laune behalten…

In Bad Gandersheim übernachten wir auf einem Bauernhof mit lustigen Ziegen, Schweinen, Pferden, einem lauten Esel und einem noch lauteren Mähdrescher, der bis nach Mitternacht den Acker nebenan bearbeitet hat… es gibt Fajitas und den zweiten schönen Sonnenuntergang auf unserer Reise (der erste war auf der Fähre Kiel-Oslo).





Die Schweine hier grunzen die ganze Zeit so herzig. Sie passen auch ziemlich gut zu uns: Beide Autos sind extrem sandig-schlammig aussen (vom Strand) und innen ist in jeder freien Lücke Dreckwäsche versteckt. Andy und ich haben grad noch einen letzten Satz saubere Kleider für das Nachtessen mit Susanna in Nürnberg🤞😉
Unterwegs wird es immer wärmer. Wir können sogar noch eines der Extras ausprobieren (den Kompressor), da die Reifen des Nissans scheinbar Luft brauchen. War dann aber doch nicht so… doch im Falle des Falles: Nice to have!

Hier könnte man auch noch ein bisschen Dreckwäsche versorgen, meint Sebi 😉 es hat ja noch so viel Platz unter der Motorhaube!

In Nürnberg kommen wir am zweiten Tag der Rückreise an. Jetzt sind wir im hitzigen Europa angelangt. 30 Grad und alle Wiesen verdorrt. Aber vielleicht haben wir das schlechte Wetter im Gepäck? Kaum angekommen, beginnt es zu tröpfeln… die Temperaturen werden angenehm und alle freuen sich über den leichten Regen. Wenigstens etwas – für Pflanzen, Tiere und Menschen ist diese lang anhaltende Hitze schwer und es bräuchte dringend noch viel mehr Nass von oben.

Wir werden mit leckerem Zwetschgenkuchen von Ursula verwöhnt und kochen später (nach einer so wohltuenden Dusche) eine Riesenschüssel Salat, Ofenkartoffeln und fränkische Bratwürste. Dazu ein paar Gläser Wein und viel erzählen – ein schöner Abend! Vielen Dank Susanna für die herzliche Gastfreundschaft!

Sogar Manövrier-König Andy brauchte eine Weile, um unseren Bus aus diesem Parkplatz wieder rauszukriegen, ohne den Briefkasten abzureissen… noch ein paar Einkäufe tätigen und dann definitiv „nach Hause“ ins Navi eingeben!
5851 km sind wir gefahren und 1000 km haben wir uns mit der Fähre Kiel-Oslo noch erspart. Mit flach gedrücktem Po, leicht verkrampften Knochen, aber zufrieden und dankbar kommen wir um halb 4 Uhr nachmittags in Seon an. Auf der ganzen langen Reise ist alles gut gegangen. Wir haben viel gesehen und viel erlebt. Wir haben das widrige Wetter ausgehalten und das beste draus gemacht. Das Haus steht auch noch. Im Garten ist viel gewachsen und wenig verdorrt. Es hat Tomaten 🍅 🍅🍅Alles tipptopp 😊🤩😎!!!

Unsere Reiseroute:
https://www.google.com/maps/d/edit?mid=14liCgyUz0c_oMW0cWjrUY4NlRfLO-Dg&usp=sharing
Diesen Link am besten in separatem Fenster öffnen:
https://earth.google.com/web/@55.17341145,9.07637643,65.69365488a,2992431.86231026d,30y,0h,0t,0r/data=MigKJgokCiAxNGxpQ2d5VXowY19vTVcwY1dqclVZNE5sUmZMTy1EZyAC
