Italien im Frühling (2023)

Wir sind mitten in den Vorbereitungen für unsere nächste Reise. Erstmals nicht während der Schulferien-Hochsaison-Zeit, sondern im Mai und Juni… wir freuen uns auf Italien von oben bis unten und zurück, auf viel Sonne und wenig Touristen und dreieinhalb Wochen Zeit und jede Menge Freiheit, zu bleiben, wo es uns gefällt und zu tun und zu lassen, was uns grad passt😊

Im Vorfeld einer grossen Reise gibt es natürlich viel zu tun (den Bus putzen, Vorräte überprüfen und ergänzen, passende Kleider für Land und Klima, die ganzen technischen Dinge…) und da sind wir voll dran. Zudem haben wir uns von einem professionellen Anbieter den Wasser- und Abwassertank reinigen und entkalken lassen und der hat auch noch gleich ein Problem beim Heisswasserboiler repariert und die Gasprüfung gemacht.

Danach ging der T6 in die Garage für einen ausführlichen Feriencheck. Schliesslich sind locker wieder einige tausend Kilometer geplant für die nächsten paar Wochen. Der T6 bekam neue Bremsbeläge und auch sonst viel Aufmerksamkeit in allen wichtigen Details.

Und dabei stellten die Mechaniker fest, dass die Bälge unseres Luftfahrwerks hinten ziemlich „abgeschabt“ aussehen und einer davon ist doch tatsächlich, beim Runterlassen vom Autolift, gerissen.

Da bleibt keine Luft mehr drin! Da nützt auch der Kompressor nichts, wenn es im Balg einen Riss hat…

ES SIEHT GANZ FURCHTBAR AUS !!!

Das Chassis sitzt direkt ganz unten auf dem Rad 😳😩 der ganze Bus ist lahmgelegt !!!

Die Ersatzteile wurden schnell bestellt, aber erst nach 5 Tagen geliefert. Heute werden die neuen Bälge eingebaut und wir hoffen sehr, dass es klappt und vor allem, dass sie richtig montiert werden können, damit nicht in 2 Jahren schon wieder solche Verschleissspuren auftauchen. Eigentlich sind die ja konzipiert für den T6 und sollten im Normalfall 100’000 km halten ?!


Während ich diesen Beitrag schreibe, ist Andy in der Garage und fragt nach – und eben ist er zurückgekommen. Mit guten Neuigkeiten: Es ist alles repariert und läuft. Auch die hinteren Räder sind wieder in der richtigen Position und Höhe. So wie es sein soll! Ich bin sowasvon erleichtert und froh!!!

Die Chancen sind wieder hervorragend, dass wir bald, sehr bald, wirklich unterwegs Richtung Süden sind! Juhui!!!

Mitteilung in eigener Sache

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Das Italien-Abenteuer beginnt

Kulinarisch verwöhnt nach einem Tag Gartenarbeit in Muri

…und mit vielen guten Wünschen und Glücksbringern im Gepäck fahren wir am Sonntagmorgen los Richtung Süden. Vor dem Gotthard sehr kurz etwas Stau, sonst wenig Verkehr. Das regnerische Wetter begleitet uns bis ins Tessin, dann hellt es auf.

In der Altstadt von Cernobbio (Nähe Como) essen wir italienische „fish&chips“ zum späten Zmittag und laufen ein bisschen herum. Ich versuche mich zum ersten Mal in italienisch🙈 – Andy findet es tönt ganz okay!

Es ist inzwischen fast 20 Grad und wir schwitzen hinter der Windschutzscheibe. Unser Ziel: Agricampeggio zwischen Milano und Turin bei Enzo. Es ist ein kleines Paradies mit Platz ohne Ende, Eseln, Fröschen, extrem singfreudigen Amseln und lauten Grillen, Platzregen und Donnergrollen (Andy stellt die Markise in nullkommanix auf und wir bleiben trocken)… ein friedlicher Abend!

Hier schmieden wir bei Wein, Brot, Salami, Käse und gelegentlichen Regentropfen Pläne für den nächsten Tag. Es soll entgegen aller Prognosen im Norden Italiens morgen doch ein warmer und sonniger Tag werden…

Ans Meer in Ligurien

Nach einer sehr gemütlichen, ruhigen (abgesehen vom Frosch-Konzert) und friedlichen Nacht …

…werden wir um 6 Uhr früh von lautem Vogelgezwitscher und dem Trommeln, das kleine Birnen verursachen, wenn sie aufs Autodach fallen, geweckt.

Ursprünglich hätten wir ja die 5 Dörfer der Cinque Terre besuchen wollen. Das kann man nur mit Zug oder Boot. Dieses Gebiet ist extrem touristisch und da wir im Voraus keine Übernachtungsmöglichkeit gefunden hatten und sowieso Schlechtwetter angesagt war, entschieden wir uns noch vor der Abreise schnell weiter südlich zu fahren.

Nun gibt’s blauen Himmel und die Sonne scheint – und wir fühlen uns fit und voller Tatendrang. Nach zwei Kaffee sind wir on the road Richtung Genua.

etwa 50 km nur Schlangenlinien fahren und LKWs hatte es auch genug, auch wenn man hier grad keinen sieht…

Die Autobahn ist extrem kurvig, das findet sogar Andy. Wir müssen uns mit Brioche (süsse Croissants mit Vanillecreme und Nutella gefüllt) und leckerem Caffè vom „Autogrill“ stärken😊

In Portovenere (neben La Spezia und südlich der Cinque Terre) suchen wir lange nach einem Parkplatz und laufen dann zurück zum herzigen kleinen Städtchen.

Das lohnt sich. Es gibt eine hübsche Strandpromenade und im Ort hat es zwar viele Touristen, aber sie verteilen sich auch gut in die zahlreichen Beizli. Wir laufen bis ganz ans Ende des Hafenviertels und das ist eine gute Entscheidung: Dort finden wir ein Fisch- und Seafood-Restaurant mit toller Terrasse gleich an der Meerenge, entspannt chilligem Sound, sehr netter Bedienung und absolut super leckerem Essen!

Sooo leckere Moules hatte ich noch nie 😋😋😋 (und ich nehme die immer, wenn es sie gibt) und auch Andy war begeistert von seinen „Paccheri Scampi“😎 danach noch grillierten Branzino nach ligurischer Art (Loup de mer / Wolfsbarsch) mit feinen Kartoffeln und natürlich zum Abschluss caffè 😍

Gegen halb 4 sind wir wieder beim Auto. Ich fahre noch eine gute Stunde bis Lucca und hier finden wir einen kleinen, etwas engen Campingplatz (die Parzellen sind aber wenigstens alle mit Hecken getrennt) am Rand der Altstadt, die wir morgen besuchen wollen. Dusche (sehr einfach und uralt, aber sauber und genug warmes Wasser), Nickerchen, Apéro – stimmt so🤗

Lucca

Es regnet…

Wir stehen gemütlich auf und laufen gegen halb 11 in die Altstadt von Lucca, manchmal mit und manchmal ohne Schirm, es ist tüppig, bis zur Stadtmauer (rund herum 4 km Wall) sind es zu Fuss etwa 20 Minuten. Durchs Tor von San Donato geht’s in die engen Gassen hinein.

Wir laufen kreuz und quer, der Regen hat fast aufgehört.

Auf der ovalen Piazza dell’ Anfiteatro essen wir Bruschetta, hausgemachte Ravioli bolognese und Spaghettini porcini e tartuffo und dabei scheint sogar kurzzeitig die Sonne .

Danach muss ich unbedingt die 222 Stufen des Torre Guinigi raufsteigen. Oben wachsen Steineichen und die Aussicht lohnt sich auch bei Wind und Wetter.

Zurück zum Campingplatz lassen wir den regnerischen Tag gemütlich ausklingen, lesen , mit anderen CH-Campern plaudern, feuchte Kleider aufhängen, duschen, ein Nickerchen machen …

Neben dem Campingplatz werden ganz viele Bäume gefällt…
Bündner Gerstensuppe zum aufwärmen…

In ganz Italien sind in den letzten 24 Stunden heftige Regen und Gewitter niedergegangen, sogar Überschwemmungen und Evakuierungen waren nötig! Das alles haben wir erst heute beim Znacht von SRF News erfahren…

In Lucca (roter Punkt) sind wir unwissend knapp daran vorbei geschrammt😜 Glück gehabt🤞

Wie soll es nun weitergehen? Wir überlegen kurz, ob wir nach Frankreich ausweichen? Doch ich freue mich sooo auf Meer und Sonne und zumindest ganz unten im Stiefel sollte das ab Donnerstag oder Freitag so sein… wir werden also morgen sehr viele km nach Süden fahren und schauen, ob wir die Sonne ☀️ doch noch finden können!

Vinci und Terracina

Der Geburtsort von Leonardo da Vinci ist nur eine Dreiviertelstunde von Lucca entfernt in der Nähe von Florenz. Bevor wir Richtung Süden blochen, wollen wir das Museum in Vinci besuchen.

Wir suchen ewig nach einem Parkplatz und trinken dann erst noch zwei cafè, bevor wir reingehen. Leonardo da Vinci war ja nicht nur „Künstler“, er war Baumeister, Architekt, Erfinder und Tüftler, hat sich für Waffen, Nähmaschinen, Uhren, Kanalbau, Flugobjekte, Fahrzeuge, Bewegungsapparate aller Art interessiert und auch sehr für die menschliche Anatomie!

Hier sind hunderte seiner Skizzen und Erfindungen in funktionierende Modelle umgesetzt worden und detaillierte filmische Dokumentationen begleiten die Ausstellungsstücke.

Andy ist total begeistert!!! Meine Vorstellungskraft reicht für ein Verständnis der technisch äusserst anspruchsvollen Exponate nicht wirklich… – beeindruckend finde ich es aber allemal trotzdem!

Ich gehe dann noch in den Shop 😉 und fahre anschliessend den ersten Teil der langen Strecke, die wir noch vor uns haben.

Über die hügelige Autobahn rund um Florenz bis in die Mitte zwischen Rom und Neapel brauchen wir gute 4 1/2 Stunden. Der Verkehr ist weniger heftig als ich es mir vorgestellt hatte. Man muss schon aufpassen, es hat auch viele Baustellen und Lastwagen. Niemand hält sich wirklich an die Tempolimiten. Innerorts ist aber fast schwieriger als Autobahn, da kommen sie von allen Seiten. Unterwegs bei einem Kaffeehalt: Andy plötzlich ganz aufgeregt…

In Terracina am Tyrrhenischen Meer haben wir ein Zimmer im herzigen „il grande Blue“ bed&breakfast reserviert, super sauber (frisch renoviert) und 50 m vom Meer in einer ruhigen Seitengasse.

In Terracina war ich schon mal als kleines Kind… ein halbes Jahrhundert ist es her😉. Am Strand geht grad die Sonne langsam unter, wilde Wolken und zünftige Wellen, grosse Muscheln, später noch ein Regenbogen…

Marcello hat uns das Restaurant centosedici (5 Minuten zu Fuss) empfohlen und wir geniessen dort ein mega leckeres Dinner mit sehr feinem Wein.

Pompeji und Amalfiküste

Von Terracina aus fahren wir der Küste nach bis Gaeta für eine kleine Pause am Meer…

… dann weiter bis nach Neapel auf die Halbinsel von Sorrent. Hier hat es stockenden Kolonnenverkehr in den engen, kurvigen Strassen und weit und breit keine Zeltplätze, nur Luxushotels. Wir machen eine kurze Pause und essen Panini und unglaublich feine, sehr süsse, mit Vanillecrème gefüllte, knusprige neapolitanische Minicroissants. Das schlägt Crèmeschnitten um Meilen😋😋😋

Dann drehen wir um und finden in Pompeji, 50 m vom Eingang zur Ausgrabungsstätte, einen kleinen Stellplatz im Camping Spartacus.

Für den nächsten Morgen buchen wir eine geführte Tour auf deutsch und verbringen den Rest des Tages mit faulenzen, bloggen, mit netten Nachbarn plaudern, lesen und zum Znacht gibt’s Salat und Cervelats vom Grill.

Die Nacht war mässig ruhig (U-Bahn in der Nähe) aber für 29 Euro kann man sich nicht beklagen. Schon der Parkplatz während des Besuchs der Ausgrabungsstätte hätte wohl ähnlich viel gekostet. Mitten in der Stadt waren wir doch im Grünen und konnten zu Fuss an unsere Tour!

Die deutsche Führung hat sich voll gelohnt. Wir hätten uns bestimmt verlaufen (das Gelände ist riesig) und wir haben viel Wissenswertes und Interessantes erfahren.

Säulen waren immer unten rot und oben weiss angestrichen (um wie Marmor auszusehen😉)

Ausser im Tempel, da ist es wirklich echter Marmor!

Apollo-Tempel

Alle Häuser waren gleich aufgebaut: Eingang mit Altar und Wasserbecken (Winterquartier), dann ein „Büro“ und dann der Garten (Sommerquartier). Je nach Wohlstand der Besitzer waren die Häuser einfach grösser oder kleiner, aber in Pompeji lebten eigentlich nur reiche Händler, da gab es keine Armutsquartiere.

Mc Donalds in Pompeji: Hier wurde zur Mittagszeit Essen aus grossen Töpfen an die Passanten verkauft. Am späteren Nachmittag gab es dann die stundenlangen Gelage in den Wohnhäusern…

Sämtliche oberen Stockwerke sind nachgebaut. Den Vulkanausbruch, der den halben Vesuv wegsprengte (1500 Höhenmeter weg!!!), haben keinerlei Dächer und Zwischenböden überlebt.

In der Stadt lebten etwa 20’000 Leute. Man nimmt an, dass sich im Jahr 79 n.Chr. vielleicht weniger Einwohner dort befanden, denn in den Jahren vor dem Vulkanausbruch gab es plötzlich sehr viele Erdbeben. Der Vesuv war nicht als Vulkan bekannt, das war damals ein normaler Berg mit Feldern und Rebbergen bis hoch hinauf. Die ständigen Beben erschreckten die reichen Händler und viele verkauften ihre Häuser und zogen weg.

Bis jetzt wurden etwa 2’000 tote Menschen gefunden, aber eigentlich nicht ihre Leichname, sondern die Hohlräume, die die toten Körper in der Lava hinterliessen und die dann mit Gips ausgegossen wurden.

Die Menschen von Pompeji hatten keine Chance gegen die Wucht der Explosion des Vesuvs.

Schöne Mosaike und Fresken überall, aber noch lange nicht überall so eindrucksvoll restauriert. Es sind auch erst zwei Drittel der Stadt ausgegraben – schliesslich war das alles mal unter 25 m Asche und Lava verborgen!

Weitere Ausgrabungen sind zurzeit gar nicht geplant, denn die Erhaltung der antiken Gebäude ist viel schwieriger an der frischen Luft (inklusive Luftverschmutzung und Besucherströme) als im Boden!

Penis-Symbole: im vor-christlichen Rom ein Zeichen für Wohlstand – die wurden später fast alle weggemacht🤣

Vor dem Vulkanausbruch war der Hafen etwa 1 km von der Stadt entfernt, danach 4 km!

Es gab 3 wichtige Hauptstrassen, die gleichzeitig auch als Kanalisation dienten. Die Karren waren so hoch, dass die Räder bei den hohen Steinen in der Mitte der Wege durchkamen (die Pferde auch) und die Menschen über die Steinblöcke „trockenen Fusses“ von einem Trottoir zum anderen die Strasse überqueren konnten.

Sauberes Wasser wurde von den Aquädukten mit Bleirohren in die Stadt gebracht. Die waren mit der Zeit innen völlig verkalkt, was teilweise vor Bleivergiftung schützte. Die Menschen wurden allerdings eh nur etwa 40 Jahre alt und tranken viel mehr Wein als Wasser…

Der Vesuv war früher viel höher!!!

Nach dem Besuch der Ausgrabungsstätte gab es ein Fahrtraining der Sonderklasse für mich: über die Berge der Halbinsel von Sorrent zur amalfischen Küste!

Zwei Stunden kurvig „wie nur öbbis“ (keine 3 Sekunden das Lenkrad nicht bewegen!!!) und sehr eng! 700 m hinauf und wieder runter – einige Schrecksekunden waren dabei, aber es hat Spass gemacht 😄😅😎 und der Bus hat keinen einzigen Kratzer abgekriegt 👍

Die Spiegel in den krassesten Kurven sind sehr hilfreich!!!

Paestum

Von der langen Autofahrt nach der ebenfalls etwas anstrengenden Besichtigung Pompejis sind wir etwas kaputt! Wir verbringen die nächsten drei Nächte auf einem total friedlichen sehr gut ausgerüsteten Agricampeggio südlich von Salerno. Mit warmen & sauberen Duschen, genug Quadratmetern und schön mit Büschen und Kräutern vom nächsten Stellplatz abgetrennt – aber hier ist eh nur ein einziger anderer Camper.

Am Samstag ist es regnerisch und ziemlich windig. Wir schlafen und faulenzen, lesen und bloggen und der Skotti kommt zum Einsatz für ein leckeres Dinner 😋

Am Sonntag ist das Wetter etwas besser und wir besuchen die griechischen Tempel von Paestum, 3 km von hier. Wieder einmal haben wir Glück und sind vor den grossen Menschenmassen da, respektive können sie gut umgehen. Ist immerhin ein UNESCO Weltkulturerbe hier!

Hinter diesen Stadtmauern (beinahe 5 km lang) verbergen sich drei der europaweit am besten erhaltenen dorischen Tempel, aber auch die Ruinen einer ganzen Stadt. Sie hiess ursprünglich Poseidonia, wurde später von den Römern in Paestum umbenannt.

Der Hera-Tempel (Basilica) ist der älteste, erbaut 560-520 v.Chr.

Den Neptun-Tempel nebendran besichtigen wir zuerst nur von aussen, da hier die langen Schlangen sind (der Zutritt wird gedrosselt). Am Schluss gehe ich noch allein rein, denn die Wartezeit ist jetzt nur ganz kurz.

Ursprünglich war hier nur eine einzige, 82 cm hohe Stufe. Dies ist eben ein Haus der Götter! Erst im 18. Jahrhundert wurden zwei Quader als Treppchen hingestellt, um bequemer ins Innere des Tempels hinein zu gelangen.

Wir wandern beinahe allein durch die Ruinen der alt-griechischen Stadt. Es gibt eine gute App, mit der man die wichtigsten Informationen per Audiodatei standortbezogen hören kann, auch auf deutsch.

Solche Menschenmengen konnten wir erfolgreich umgehen 🤞Hoffentlich gelingt uns das auch in den nächsten Wochen so gut 🤞!

Einmal im Jahr, im April, badeten hier die Frauen der Stadt unter Aufsicht und Schutz der Göttin Venus. Mit dem rituellen Bad sollte Fruchtbarkeit und Sinnlichkeit sichergestellt werden, es diente aber auch dem Austausch zwischen jungen und erfahrenen Frauen. Hier wurde gelernt und Wissen weitergegeben.

Innerhalb der Stadt gab es keinen Friedhof, aber ein leeres Grab unter einem Grabhügel (heute ist der Hügel weg und der „Heroon“ ist nur noch mit Dachziegeln bedeckt), in dem die Leute Geschenke und Gaben darbrachten. Man fand Textilien, Spiesse, Vasen und Honig (eine typische Opfergabe für die Götter der Unterwelt).

Es gab viele Geschäfte und Läden rund um das Zentrum der Stadt, das riesige Forum. Hier eine Mühle, mit der aus Kräutern und Pflanzen die Grundstoffe für Parfüm hergestellt wurden.

Bäume , Mauern, Mosaike – schöne Strukturen und Details faszinieren uns auch immer wieder!

Ein Olivenbaum voll mit kleinen Früchten 🫶

Am anderen Ende des Geländes liegt noch der „jüngste“ der beeindruckenden Tempel, er wurde zu Ehren der Kriegsgöttin Athene erbaut.

Und einige Fotos von uns gibt’s auch noch 🤭

Danach gönnen wir uns die erste Pizza seit wir in Italien sind und fahren dann zurück zum Standplatz, um den Tag noch friedlich ausklingen zu lassen ☺️

Richtung Süden, immer der Küste entlang

Richtung Tropea dem Meer entlang… wollen wir eigentlich. Doch das ist gar nicht so einfach, denn auch hier im Süden hat es immer wieder geregnet und einige Strassen sind gesperrt. Das merken wir aber erst, wenn wir vor den Schranken stehen 😜

Zuerst trinken wir caffè und essen panini in Castellabate, einem netten kleinen Dorf in der Nähe und gleich am Meer.

Dann wollen wir weiter Richtung Scalea/Tropea. Kaffeepause am Meer.

Bald danach geht’s auf der Küstenstrasse nicht mehr weiter. Das passiert uns nachher noch ein zweites Mal: „Deviazione“ wegen kaputter Strasse! Wir werden auf kleinsten und sehr kurvigen Wegen in die Berge geschickt, um die Stellen zu umfahren.

Unsere Navi sind überfordert. Zum Glück winkt uns bei der ersten Sperrung ein italienisches Auto, wir sollen einfach folgen. Weiss nicht ob wir uns ohne diese Ermutigung getraut hätten? Die Strasse ist vor allem für die Bauern, die hier überall Oliven anpflanzen.

Ab und zu kommt plötzlich wieder ein Dorf oder wir sehen auch das Meer von weitem und schlussendlich finden wir sogar eine Schnellstrasse, die uns bei Policastro wieder ans Meer bringt.

Wir haben 150 km gemacht und dafür 4 Stunden gebraucht. Normal sind es 91 km und 1 1/4 Stunden🤣🤣🤣 aber es war eine spannende Er-fahrung!

In Villamare finden wir einen leeren Campingplatz gleich am Meer und nach dem kurzen Gewitter machen wir noch einen gemütlichen Strandspaziergang.

Am nächsten Morgen geht es weiter mit Ziel Tropea. Auch diesmal fahren wir in die Berge, aber absichtlich, denn wir wollen zum Vorwärtskommen die Autobahn nehmen – und die ist nicht am Meer.

Nach Sapri geht es kurvig hoch in die Hügel (schlussendlich fast 1000 m über Meer) und die Wolken werden immer dunkler. Kaum auf der Autobahn gibt’s die ersten Gewitter und wirklich sehr heftigen Regen!

Eigentlich ist die linke Spur gesperrt…

Andy meint ich sei gerast😜🙈 dabei fahre ich immer (!) voll der Situation angepasst😜👍

Tropea

So bringen wir etwa 300 km in etwa 3 1/2 Stunden hinter uns und kommen schliesslich im Camping „Marina dell’ Isola“ in Tropea an. Hier scheint nun auch wieder die Sonne ☀️☀️☀️

Das Camping in Tropea ist noch nicht voll. Wir buchen zwei Nächte. Viiiele Deutsche, ein paar Schweizer und Österreicher… wir möchten nicht wissen, wie es hier im Juli und August aussieht!

Nach dem Apero geht’s ans Meer! Ein wunderbarer Strandspaziergang, Drinks, Stromboli am Horizont suchen und finden, zurück beim Camping Sonnenuntergang und wieder mal den Omnia brauchen!

Wir stehen in etwa fünfter Reihe vom Meer. Das hier ist ein richtiges „Stadt-Camping (eng, nicht besonders schön, aber gut gelegen = zu Fuss in die Altstadt). Und es ist immerhin direkt AM Meer. Wir hören das Rauschen auch in der 5. Reihe 👍 Im Moment ist es für uns okay. Aber wir freuen uns auch wenn wir wieder „abgelegener“ campen können!

Die kleine Altstadt ist wirklich sehenswert. Natürlich hat es Touristen und viele Kitsch-Läden, aber nicht nur!

Gleich um die erste Ecke werde ich fündig und kaufe mir zwei neue „made in Positano/Italy“ Leinenkleider 👍

Die engen kleinen Seitengassen in Italien haben ihren ganz eigenen Charme 😍

Und auch in den Beizli: Italianità pur!

Auch die Aussicht, nachdem man die steilen Treppen geschafft hat, lohnt sich!

Feiner caffè, feine sfogliate di ricotta con limone, feine tartufi😋😋😋

Der alte Mann hat mich genau beraten und mir gesagt, was ich kaufen muss!!!

Diese Baustelle gibt es wohl schon etwas länger…

Gegen Abend bin ich noch zum Santuario Santa Maria dell‘ Isola Tropea hochgestiegen. Herzige, ganz kleine Kapelle, echte Kerzen zum anzünden.

Nicht so viele Stufen wie ich dachte…😅

Aussendran für 3 Euro ein einfacher botanischer Garten und eine grandiose Aussicht auf die Stadt. Das hat sich gelohnt!

Die Zeit tickt hier anders irgendwie…

Am Abend gehen wir nochmals hoch ins Städtchen und werden im Restaurant Trattoria Tropeana ganz exquisit verwöhnt!!! Herzige kleine Seitengasse, nur ein paar Tische draussen, sehr nette und sympathische Bedienung: Mara ruft den jungen Koch Cristian dazu und wir vertrauen seinen „suggestioni“ – auch wenn wir nicht immer alles verstehen… Guuute Entscheidung!!!!

Ein sehr schöner Abend – einmal mehr gehen wir dankbar und zufrieden ins Bett ☺️

An Sizilien vorbei und rund um die Stiefelspitze

Von Tropea aus sind wir zunächst nach Scilla gefahren (kurvig und schmal wie gehabt). Ich bin froh, wenn Andy diese Strecken fährt, er kann auf Millimeter genau einschätzen, ob‘s noch reicht oder nicht 🙈

Andy ist auch froh, wenn ich solche Strecken nicht selber fahre, sondern ihm überlasse…😬 sogar der Bus ist froh 😂

In Scilla essen wir Schwertfisch-Sandwich am Strand und staunen, wie nah Sizilien ist.

Wir beobachten die traditionellen Fischerboote für die Schwertfisch-Jagd. Der „pesce spada“ ist fast 40 kg schwer und mit seinem Schwert bis zu 2 m. Die Fischer jagen zu zweit. Einer sitzt im Mast (25 m hoch) und spottet den schlauen Fisch. Wenn er einen erspäht, gibt er Bescheid und dann rast das Schiff plötzlich mit hoher Geschwindigkeit an die passende Stelle. Dort läuft der Kapitän auf dem 30 m langen Steg hinaus (deshalb heisst das Boot auch „passserella“) und versucht den Schwertfisch mit der Harpune zu erwischen. Ein Knochenjob unter der gleissenden Sonne! Früher gab es 12 solche Boote, heute nur noch zwei – und sie fangen manchmal tagelang nichts.

Dann geht es weiter und wir tauchen immer mehr ein ins ursprüngliche Kalabrien: wunderschönes türkisfarbenes Meer, schroffe Berge mit wenig Vegetation – und dazwischen alles was vom Menschen kommt ziemlich „wüst“ und armselig und dreckig. Nach Reggio di Calabria hört die Autobahn einfach auf. Die schmaleren und Nebenstrassen haben grauenhafte Schlaglöcher und werden von der Natur wieder vereinnahmt (zugewachsen). Überall liegt Abfall und Müll. Viele Gebäude sind in desolatem Zustand oder schon ganz verlassen und am Verfallen. Es ist der ärmste Teil des ganzen Landes und das merkt man!!!

Die Strasse Richtung Tarento (Stiefelabsatz) führt zwar genau dem Meer entlang, dazwischen nur noch die Eisenbahn. Mit dem Auto kann man aber nicht ans Meer, wegen den Schienen. Wir fahren lange auf der Suche nach einem Campingplatz. Es hat nämlich einfach kaum welche.

Schliesslich werden wir doch noch fündig und zwar richtig gut. Das Camping „Aphrodite“ von Bruno ist einfach, aber dafür ganz nah am Strand!

Abendspaziergang am Strand

Der Zeltplatz hat grosse alte Bäume (Schatten👍) und nur ganz wenig Gäste (Platz 👍) – dafür sehr nette! Als wir am zweiten Tag unterwegs waren und hier ein heftiges Gewitter mit Platzregen herunterkam, haben sie unsere Stühle und weitere Sachsen fix unter ihre Markise gezügelt, damit nicht alles pflotschnass wird 😘

Am ersten Tag auf diesem Zeltplatz machen wir nichts ausser schlafen, Reisebücher wälzen und Pläne schmieden, mit den netten Nachbarn plaudern, duschen, bisschen Wäsche waschen und super lecker kochen…

Am Abend nochmals zum Strand…

Am zweiten Morgen bin ich nochmals zwei Stunden einfach nur am Ufer gehockt und habe Meer „aufgesogen“ … und gleich einen extra Blogbeitrag „Meer“ dafür gemacht 🩵💙🩵💙🩵

Dafür musste ich aus dem Zeltplatz ausbrechen (um 6.15Uhr morgens war das Eingangstor noch fest verschlossen) und über einen Zaun klettern!

Danach sind wir einkaufen gegangen, diesmal Carrefour, bis jetzt der beste Supermarkt dieser Reise. Auf dem Rückweg sind wir auch noch in den lokalen, chinesischen Supermarkt. Warum? Das verrate ich erst am Ende dieses Beitrags 😉

Nach dem einkaufen fahren wir nach Stilo, ein kleines Dorf in den Bergen, das sehr unter den letzten grossen Erdbeben gelitten hat.

Dort gibt es eine byzantinische Kirche aus dem 10. Jahrhundert, die alle Erdbeben und Kriege überlebt hat.

Die Kirche „Cattolica“ ist winzig und hat fünf Kuppeln, sie ist komplett aus Ziegeln gebaut.

Auch innen ist der kleine Raum sehr stimmungsvoll, es sind Reste von Fresken sichtbar und man kann die Art und Weise, wie gemauert wurde, ganz genau sehen. Beeindruckend!

Auch die bergige Landschaft hier gefällt uns, wir wundern uns aber über das breite fast ausgetrocknete Flussbett im Tal. Der Mann von der Cattolica erklärt uns, dass weiter oben Stauseen errichtet wurden und dass, ausser bei viel Regen, nur wenig Wasser durchgelassen wird.

Wir hatten übrigens wieder Glück. Bei der Rückfahrt kreuzen wir mehrere Cars voller Touristen, die auch die Cattolica besichtigen wollen. Wir waren allein da☺️

Bevor wir aber zurückgefahren sind, schauen wir uns noch eine andere Kirche im Dorf an. Dort ist offensichtlich alles vorbereitet für ein Fest zu Ehren des Heiligen Georg, San Giorgio Martina , des Drachentöters.

… und wir essen noch ganz feine Glacé in einer für uns neuen Form: in einer brioche! Lecker 😋😋😋

Am Abend haben wir gemütlich am Campingplatz lecker Seafood, Salami und Tarallini gesnackt, bis wir gar nicht mehr richtig Znacht essen wollten. Mit Cirò, dem lokalen Wein aus Sizilien und Süditalien, haben wir unsere neuen (vom Chinesen) richtigen Weingläser (aus Glas – die Plastikbecher haben einfach genervt) eingeweiht und sind noch lange draussen sitzen geblieben.

Mare Ionio

Auf Empfehlung von unseren netten Nachbarn in Caulonia fahren wir 2 Stunden ostwärts zur Area Sosta „Sun Bay“ in Le Castella. Hier, auf der Halbinsel Capo Rizzuto, wollen wir sowieso die berühmte, aragonische Festung besichtigen.

Die Luzerner sind übrigens katholischer als die Italiener: Hier ist heute, am Pfingstsonntag, jeder zweite Supermarkt geöffnet und Auffahrt und Fronleichnam sind in Italien gar keine Feiertage…

Unterwegs also ein kurzer Stopp beim Bäcker für caffè und ….

Der Campingplatz ist fast leer und wir wählen einen 1A-Super-Duper-Stellplatz mit direkter Sicht aufs Meer 🌊🌊🌊 WOW!!! Und ganz legal!!!

Zuerst füllen wir noch 18 Liter acqua naturale in den Bus, die wir unterwegs gekauft hatten. Eigentlich bekommt man auf allen Zeltplätzen Trinkwasser und es ist nicht einmal gechlort. Doch beim letzten hatte es keines und wir wollten kein Risiko eingehen.

Solche blumengeschmückte Fahrräder sieht man im Süden überall 🌸🌼🌺

Andy hängt unsere Fahne auf 😉 und macht ein Nickerchen. Der dritte Stuhl hat sich so schon oft als sehr nützlich erwiesen.

Zvieri nach der Siesta und ein paar Umgebungsfotos.

Am Abend gehen wir zu Fuss ins Städtchen Le Castella. Die imposante aragonische Festung ist leider doch, entgegen den Internet-Informationen geschlossen, aber man kann drumherum laufen und ein bisschen klettern…

Die Festung wurde auf dem Fundament einer griechischen Verteidigungsanlage (400 v. Chr.) erbaut. Die Römer benutzten sie, um sich vor Hannibal zu schützen. Im 14. Jahrhundert entstand dann der Turm, im 16. Jahrhundert bauten Spanier den Rest der Anlage. Auch die Normannen, Hohenstaufen und Byzantiner waren hier. Bis vor 200 Jahren war die Burg bewohnt, da drin ein ganzes Dorf.

Danach gibt’s Prosecco und „people-watching“ in einer Bar mit Reggaemusik…

… und auf Empfehlung des Barkeepers ein exzellentes Dinner in „Mimmo‘s Restaurant“ am Hafen.

Plötzlich kommt die Blasmusik und dahinter eine religiöse Prozession – es ist halt doch Pfingsten, auch wenn alle Läden geöffnet haben bis spät am Abend!

Das ganze Städtchen ist mit kitschig-bunter Lichter-Deko geschmückt (das ist uns schon in Stilo aufgefallen) – ob wegen Pfingsten oder für die Touristensaison? Man kann es nicht wirklich einschätzen 🤷🏼‍♀️ eine Chilbi hat es auch und sehr viele Familien in festlicher Kleidung (Andy sagt: „gsunntiget“)🇮🇹

Zurück beim Bus geniessen wir noch ein Glas Wein und am Morgen früh den Sonnenaufgang.

Meer, Meer und noch mehr Meer!

Geht es dir auch so? Du kannst vom Meer einfach nicht genug kriegen?

Hier gibt’s nur Bilder und Videos vom Meer

Das Ionische Meer (zwischen Stiefelspitze und -Absatz, zwischen Tyrrhenischem Meer und Adria) begeistert mich ganz besonders: tief blau, die Wellen grünlich und durchsichtig, das Wasser glasklar und sehr sauber und die Strände jetzt Ende Mai menschenleer 💙💙💙

Einer geht noch…

Alberobello (Trulli) und Weindegu im Val d’Istria

Halbzeit unserer Reise: Es geht weiter nach Apulien ins Gebiet der „Trulli“ und „Sassi“.

Schon unterwegs sieht man viele Trockenmauern und Trullibauten, alte und moderne. Die Leute bauen und wohnen auch heute noch so. Im 15. Jahrhundert aber hat man die runden Gebäude mit dieser Methode (einfach aufschichten, ganz ohne Mörtel) errichtet, damit man sie schnell wieder zusammenwerfen konnte, wenn der Steuereintreiber kam: kein Dach = keine Steuerschulden!

Wir fahren ein paar Stunden bis wir in Alberobello ankommen, in der Stadt der kleinen kegelförmigen„Schlumpfhäuser“ aus Kalksteinziegeln.

Wir finden relativ schnell einen Parkplatz im Zentrum.

Es ist sehr touristisch hier, aber zum Glück noch nicht total überlaufen. Die engen Gassen mit den schmucken Häuschen sind wirklich sehr speziell, mir gefällt‘s!

Die Dächer, die aussehen wie kleine Mützen, faszinieren mich. Sie sind oft mit esoterischen Symbolen bemalt (das schützt vor Unglück oder dem bösen Blick?) und ihre Form ist sehr organisch – Tolkien hätte seine Freude gehabt!

Die etwa 1400 Trulli Gebäude in Alberobello sind meist aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die Kirche zuoberst auf dem Hügel ist aber aus den 1920er Jahren.

Dem UNESCO Weltkulturerbe wird gut geschaut, die Strassen werden geflickt und es ist auch alles sehr sauber hier.

Nachher fahren wir zu einem Weingut im Valle d’Itria in der Nähe von Martina Franca, dort haben wir mit Nomady eine Degustation und einen Übernachtungsplatz gebucht. Der Wein von Marco Sarolo ist gut und der Salat aus der Pfanne ebenfalls 😊

Wir geniessen den Abend und die kühleren Temperaturen im Val d‘Itria (sobald die Sonne untergegangen ist – mit Sonne ist es auch hier zünftig heiss!!!) und hören Lieblingssongs in einer wirklich guten Lautstärke, die hier weit und breit niemanden stört!

Matera (Sassi) und Gallipoli

Die Stadt Matera mit den Höhlenwohnungen, in die Felsen hineingebaute „Sassi“, die bis in die 1950er Jahre bewohnt waren, ist ein UNESCO Weltkulturerbe. ein „must see“ in der Provinz Basilicata, eine der ältesten Siedlungen Italiens und Europas. Also fahren wir dorthin!

Schon in der Steinzeit lebten Menschen in den Tuffstein-Höhlen der Gravina-Schlucht. Hirten und einfache, arme Bauern der Gegend haben die Grotten im Mittelalter immer weiter ausgebaut und vergrössert. Allerdings lebten die Leute da unter erbärmlichsten Verhältnissen: ohne Strom, Trinkwasser oder Abwasserversorgung, Grossfamilien zusammen mit Hühnern, Schweinen und weiteren Nutztieren auf engstem und feucht-schimmeligem Raum – bis in die 1950er Jahre!!! Dann wurden die Sassi-Viertel behördlich geräumt und die Menschen zwangsumgesiedelt.

Die Aussicht auf die uralte Stadt oder in die Schlucht mit ihren vielen Höhlen ist spektakulär!

Inzwischen sind einige der uralten Felsenhöhlen renoviert und die alten Grotten (in den 50er Jahren der „Schandfleck“ Italiens) sind nun Museen oder Souvenirgeschäfte, Restaurants oder Hotels mit den heutzutage üblichen Annehmlichkeiten. Die Vorstellung, dass noch Mitte letztes Jahrhundert Menschen da so lebten, fasziniert und gruselt gleichzeitig, irgendwie unvorstellbar…

Wir besichtigen eine authentisch (1950er Jahre) eingerichtete Höhlenwohnung und gleich daneben noch eine kleine Kirche (Storica Casa Grotta di vico Solitario). Ein einziger Raum (vielleicht 30 m2) und dazu noch drei kleine (fürs Kleinvieh, die Küche und zuunterst für den Wasservorrat) beherbergten eine grosse Familie und ihre Tiere!

Es tönt alles sehr spannend – und doch werden wir irgendwie nicht wirklich warm mit dieser Stadt (obwohl es zünftig warm ist zwischen all diesen Steinen). Einige sicher sehenswerte Gebäude (z. B. die Chiesa del Purgatorio oder die Zisterne mit der zentralen Wasserversorgung oder das Castello) sind informationslos geschlossen, es ist alles sehr unübersichtlich und schlecht angeschrieben…

Das Mittagessen war auch nicht wirklich der Brüller…

Dann fängt auch noch ein Gewitter mit Starkregen an… ⛈️ Wir verlassen die Felsenstadt und fahren (2 1/2 Stunden) nach Gallipoli. Dort buchen wir ein richtig hübsches Zimmer im Xilhotel am Hafen mit Parkplatz und Balkon und bequemem, breiten Bett! Viele Leute motzen ja über booking.com – aber die Plattform hat uns auf all unseren Reisen schon so oft gut genützt und es funktioniert wirklich, auch sehr kurzfristig!

Beim Einparken passiert uns noch ein blödes Missgeschick. Es knirscht deftig und schon hat der Bus am Lack eines anderen Autos Spuren hinterlassen 😜

Der Fiat gehört einem Mitarbeiter im Gericht, der nebenan wohnt. Die Receptionistin unseres Hotels erkennt das Auto auf dem Foto. Und wir haben Glück: sie kann den Mann kontaktieren und der ist ganz locker und meint, sein Auto habe Speziallack und das könne man weg polieren! Alles kein Problem 😅

Endlich mal wieder Haare waschen und duschen mit genug Wasserdruck und konstanter Temperatur!!! Nach dem wohltuenden Hygiene-Update gehen wir zu Fuss in die doch nicht wirklich autofreie Altstadt von Gallipoli auf der Halbinsel und suchen ein Restaurant fürs Nachtessen!

Während dem Essen diskutieren wir über unsere Eindrücke. Die etwas frustrierende Erfahrung von heute in Matera (aber auch schon andernorts) schimmert durch. Das kulinarische und speziell der caffè sind einfach wunderbar, es gibt spannende Landschaften und besonders hier im Süden ist das Meer wunderschön und viel sauberer als früher… Eigentlich ist Italien so ein tolles Land, hat so viel zu bieten… aber es ist schade, dass so wenig draus gemacht wird.

Nun ja, wir sind müde und zotteln zurück zum Hotel.

Morgen ist ein fauler Tag angedacht: Frühstück im Hotel (sehr lecker), einkaufen und dann zu unserem nächsten Nomady-Camp in der Nähe von Gallipoli.

Salento und der Absatz des Stiefels

Hier auf dem Gelände von „Badia San Michele“ fühlen wir uns sofort sehr wohl! Daniela empfängt uns total herzlich und unkompliziert, die Umgebung Natur pur mit Hühnern, Truthahn und schmusigen Katzen. Hier ein paar Eindrücke von unserem Camp:

In dieser roten, eisenhaltigen Erde pflanzt Daniela Gemüse an. Die Erdbeeren sind lecker!

Hier auf dem Gelände (und überhaupt überall im Stiefelabsatz) gibt es auch mehrere Trulli mit der gleichen Trockenmauer-Bauweise wie weiter nördlich in der Region Alberobello. Hier sind sie aber viereckig, ohne konisches Dach und sie haben eine Art Terrasse. Die Steinhäuser wurden früher zum Trocknen von Tomaten, Feigen und generell zum Aufbewahren von landwirtschaftlichen Produkten benützt. Die eckigen Gebäude sind typisch für das Salento und heissen „Lamie“.

Wir geniessen den ersten Tag hier mit faulenzen und genüsslich lecker kochen – hab ich das nicht schon zwei drei Mal so geschrieben? 😉😉 … und ich backe im Omnia einen feinen Zitronenkuchen!

Es gibt den ganzen Nachmittag ziemlich heftges Donnergrollen, einige Blitze und kurze, aber recht heftige Regengüsse. Deshalb wird auch unsere Markise immer so schräg aufgestellt. Das ist gewollt und ist kein Fehler 😉 ! Dort wo die automatisch nivellierten Räder hoch stehen (= da ist der Untergrund am tiefsten), dort spannt Andy auch die Markise tiefer. Das funktioniert super und so wird unser Plätzchen unter dem Dach nicht pflotschnass!

Am nächsten Morgen, gemütlich, gegen halb 11 Uhr, fahren wir nach Otranto an der Adriaküste. Ein herziger Ort mit lebhafter Altstadt und schönen Stränden.

Im dortigen Dom (es ist ein 5000 Einwohner Dorf 😉) hat der Mönch Pantaleone in den Jahren 1163-1166 mit über 10 Millionen Steinchen ein mystisch-religiöses Riesenmosaik auf den Boden der ganzen Kirche gezaubert. Sehr fantastisch und beeindruckend!!!

Fast hätten wir den Blick auf dieses Kunstwerk verpasst, denn auch diese Kirche macht „Siesta“ von 12 bis 16 Uhr… und wir waren ja erst halb 12 Uhr da (!) und wollten eigentlich erst noch einen caffè trinken? Das haben wir dann auch seeeehr schnell getan, gezahlt und sind sogleich zum Dom gehetzt 😅

Auch die Decke ist bemerkenswert!

Wie man auf den folgenden Bildern gut sehen kann, findet hier grad eine Hochzeit statt! Natürlich muss ich zuhören und zuschauen, natürlich muss ich heulen, denn es ist so herzig und berührend…

…vor allem als das Ring-Mädchen sich zuerst weigert durch den wirklich langen Gang alleine nach vorne zu laufen… sie hat es dann doch noch gemacht und an dieser Stelle wünschen auch wir Marika & Fabrizio ganz viel Glück und alles Gute!!!

Bisschen shoppen, Pasta-Zmittag und dann geht es weiter entlang der wirklich extrem wunderschönen Küstenstrasse vom östlichsten Ort Italiens (Otranto) bis zur südlichsten Spitze des Stiefelabsatzes!

Da ich gefahren bin, gibt’s hier leider nur wenig Bilder. Man hätte aber alle hundert Meter schöne Fotos schiessen können, nur gab es da auf der schmalen und kurvigen Strecke nicht immer Ausstellplätze😅 Mir hat es sehr gefallen, eine absolut lohnenswerte Küstenfahrt!

In Santa Maria de Leuca gibt es einen (zona militare) Leuchtturm und diese grosse schöne Kirche. Mit viel Stolz wird darauf hingewiesen, dass Papst Benedikt hier war!

Ausserdem ist es heiss und tüppig und nach einem kurzen Sightseeing fahren wir zurück zum Camp in Neviano.

Bei Daniela kaufen wir noch Olivenöl, Eier und Roséwein ein, die sie selber produziert.

Mein Italienisch reicht ja um überall irgendwie durchzukommen, aber eine richtige Unterhaltung ist leider nicht wirklich möglich.

Trotzdem errät Daniela, was ich meine, als ich versuche zu fragen, welches Tier in der Nacht wie ein Wecker piepst. Wir haben es schon an vielen Orten gehört, sogar in Lucca, und hier auf dem Gelände hatte es gleich mehrere.

Sie weiss sofort was ich meine. „Ahh, il upupu“ lacht sie (in Wirklichkeit heisst es Assiolo) – eine winzige Zwergohreule, die gerne in lichten, trockenen Oliven- und Pinienwäldern lebt und total rhythmisch vor sich hin pfeift, wenn sie wie Daniela sagt „inamorata“ ist😍

Hier reinhören:
https://www.google.com/search?q=Assiolo#fpstate=ive&vld=cid:e0f6bb38,vid:lqc93QBOVek

A propos Wälder: Es ist total tragisch, wie viele Olivenbäume im Süden Italiens von dieser schrecklichen Krankheit (dem Xylella-Virus) betroffen sind. Wir fahren manchmal kilometerweit an kaputten und toten Plantagen vorbei. Überall sieht man gestutzte und tote Olivenbäume, teilweise wird auch wieder neu angepflanzt. Aber da es noch keine Kur gegen die zerstörerischen Bakterien gibt, fragen wir uns ob das sinnvoll ist. Tragisch ist die Situation auf jeden Fall – für die Natur und für die betroffenen Bauern 😢😢😢

Die Krone Apuliens und weiter nordwärts nach Vieste

Keine Geiss schleckt‘s weg: Unsere Ferien gehen dem Ende zu und wir müssen nach Norden!

Zum Glück in unsere Richtung kaum Verkehr!

Drei Autostunden bis nach Andrià – dort hat der Stauferkaiser Friedrich II im 13. Jahrhundert eine 8-eckige Burg erbauen lassen, die man schon von weitem sieht. Sie liegt auf einer Hochebene im Hinterland von Bari und der Ausblick über das weite Land bis hin zum Meer ist fantastisch.

Es gibt keine Zufahrt zum Castel del Monte. Doch nach der langen Autofahrt tut uns der Spaziergang durch den schönen Wald ganz gut!

Die Burg ist total mathematisch oktogonal aufgebaut: 8 Türme, 8 Säle im Parterre und 8 Säle im ersten Stock, der Innenhof ist achteckig…

Einige Säle haben eine Feuerstelle, andere ein „WC“ – aber Küchen, Schlafräume, Ställe, Räume für Dienstboten oder Vorräte etc. fehlen total und man hat auch keinerlei Pläne oder Spuren davon gefunden. Seltsam!

Ich lese nach: Friedrich II war scheinbar eine sehr rätselhafte und faszinierende Persönlichkeit. Ganz sicher aber war er sehr gebildet und hatte ein grosses Flair für Zahlen. Aber warum er die Burg so total im Zeichen der 8 erbauen liess und zu welchem Zweck überhaupt, ist völlig unklar. Es fehlen auch jeglicher Pomp und Prunk, die Burg ist leer.

Uns gefällt sie sehr gut, die spezielle Architektur und auch die schönen Materialien (Marmor, Mauerwerk in verschiedenen Ausführungen, Mosaikartige Verzierungen und Bildhauerei) lohnen sich unbedingt anzuschauen!

Zurück beim Parkplatz schmieren wir uns ein paar Sandwiches und machen uns auf den zweiten Teil der heute geplanten Strecke. Wir fahren nochmals fast 3 Stunden zur Halbinsel Gargano auf der Ostseite Italiens, wo wir in der Altstadt von Vieste ein Zimmer für zwei Nächte reserviert haben.

Die Fahrt durch die einsame Hochebene (Murge) ist zuerst sehr rumpelig, der schlechte Strassenzustand, die unglaublich vielen Schlaglöcher (in ganz Italien!!!) erstaunen uns immer wieder.

Aber die Gegend ist reizvoll: Magerwiesen mit vielen Blumen, Sträuchern und Hecken, viele verschiedene Bäume und überall diese hübschen Trockenmauern.

Die Temperaturen kratzen an der Hitzegrenze mit 29,5 Grad. Plötzlich meldet der Bus, wir sollen den Reifendruck prüfen. Kein Grund zur Panik: Der Bus ist ja bestens ausgerüstet mit Kompressor und Andy weiss, wie man das macht und findet alle notwendigen Werkzeuge auf Anhieb.

Der Reifendruck ist tatsächlich zu hoch (wahrscheinlich wegen der Wärme) und Andy lässt an 3 von 4 Pneus ein bisschen Luft ab!

Nach einer kurzen Strecke Autobahn sind wir bald auf der kurvigen, aber sehr gut ausgebauten Küstenstrasse im Sporn des Stiefels: dem Gargano. Eine sehr schöne Fahrt mit tollen Aussichten aufs Meer, auf alte Leuchttürme, Buchten und Steilküsten und den Mischwald im bergigen Naturschutzgebiet.

Wir werden auf dem Parkplatz beim Castello erwartet und bringen den Bus zu einem sicheren Parkplatz, dann werden wir in die autofreie Zone begleitet.

Das grosse, modern eingerichtete Zimmer gleich beim Dom mitten in der Altstadt von Vieste gefällt uns gut.

Nach einer wohltuenden Dusche erkunden wir den Dom (man weiss ja nie, wann der wieder offen ist) und die nähere Umgebung.

Heute wird es nicht spät. Nach einer durchschnittlich guten Pizza und viel people-watching gehen wir bald zurück in unsere Unterkunft. Heute ist 2. Juni, Nationalfeiertag, aber abgesehen davon, dass sehr viele Leute auswärts essen gehen, merkt man wenig davon. Die Läden sind offen, keine Reden, keine Paraden, kein Feuerwerk!

Am nächsten Morgen spazieren wir auf und ab durchs Städtchen und wollen eigentlich bisschen shoppen – es hat aber leider vor allem Touristenzeug und Souvenirläden 🙃

Mir gefallen die engen Gassen mit den vielen Treppen und Toren – ich mag auch dieses mediterrane Ambiente, wenn überall Wäsche flattert im Wind!

Das viele Herumlaufen macht hungrig. Wir essen im „Vicoletto“. Andy bestellt eine Paposcia (ein langes grilliertes Panini aus Pizzateig) und ich kann den Calamari fritti nicht widerstehen. Sie sind super lecker, überhaupt nicht fettig. Mmhhh😋

Das Restaurant wurde uns empfohlen, der Service ist sehr freundlich und das Essen echt gut! Wir reservieren für heute Abend gleich noch mal… und machen eine lange Siesta.

Dolci tradizionali e Cassata pistacchio

Ja, ich weiss, etwas viel Kulinarisches in diesem Blog, aber davon hat Italien einfach auch jede Menge anzubieten!!! Und für uns gehört fein essen und es so richtig geniessen in den Ferien unbedingt dazu!

Trevinano

Wir fahren Richtung Norden, zuerst durch den riesigen Wald des Naturschutzparks Gargano (die Strassen wie so oft sehr kurvig und in teilweise abenteuerlichem Zustand).

Nach etwa 5 1/2 Stunden Fahrt, grösstenteils leere Autobahnen, kommen wir bei Hansruedi und Fleurie in Trevinano an und dürfen auf der grossen Wiese beim Pisciarello campieren. Man hört hier nur Vögel, Insekten, die beiden Maremmaner Hunde und den Wind. Ah ja… und den Regen, der immer wieder kommt und geht.

Am ersten Abend essen wir in der Dorfbeiz von Gian-Franco, fein und sehr authentisch italienisch! Zu viert geniessen wir eine Tagliata von verschiedenen Vorspeisen und Teigwaren und beenden die Schlemmerei mit millefoglie und caffè con Grappa /Amaro del capo😊

Am zweiten Tag machen wir nicht viel. Es regnet weiterhin ab und zu. Andy fotografiert den Wiedehopf und ein Fasanenpärchen (zum Glück hat er die gute Nikon mit dem Sigma-Teleobjektiv dabei). Ich fotografiere die Hühner.

Ich fahre mit Hansruedi und Fleurie nach San Casciano dei Bagni, dem für seine Heilquellen bekannten Kurort, hier ganz in der Nähe. Ein herziges Städtchen mit wunderbarer Aussicht in die toskanische Landschaft!

Einige der heissen Quellen sind frei öffentlich zugänglich. Das „bagno grande“ ist unterhalb des Städtchens mitten in der Natur und gleich neben einer bedeutenden archäologischen Ausgrabungsstätte.

Im Schlamm der heißen Quellen wurden im Herbst 2022 zwanzig grosse und sehr gut erhaltene Statuen aus Bronze gefunden, ebenso zahlreiche Münzen und weitere Gegenstände. Es handelt sich um eine der grössten und bedeutendsten Ausgrabungen in Italien. Hier ein offizielles Foto von oben: Archäologie und „Badi“ in nächster Nähe!

rechts das Bad, links die Ausgrabungsstätte

Aus dieser Zeit gibt es sonst vor allem Figuren aus Terrakotta. Die gut 2000 Jahre alten Bronze-Kunstwerke waren Teil einer Tempelanlage. Die zweisprachigen Inschriften sind noch sehr gut lesbar. Sie lassen vermuten, dass Etrusker und Römer sich die heilenden Quellen friedlich miteinander teilten, obwohl die Übergangszeit von der etruskischen zur römischen Herrschaft in Italien sonst stark von kriegerischen Auseinandersetzungen geprägt war.

durch ein Loch im Zaun geguckt

In Casciano soll nun ein neues Museum für die spektakulären Funde entstehen. Wer weiss, wie lange die heissen quellen in diesen mittelalterlichen „Bagni“ noch zugänglich bleiben?

Auf dem Heimweg begegnen wir einer Oldtimer-Rallye.

Es regnet immer wieder mal… Badekleid und -Tuch wollen gar nicht trocken werden… gegen Abend wird es besser und nach einer interessanten Hausführung verbringen wir einen fröhlichen Abend mit lustigen Geschichten miteinander.

Diese hier begegneten uns übrigens auf der ganzen Reise auch immer wieder 😃 eine andere Art Oldtimer 😉😂😎

Cara und Bianca, die beiden Wachhunde, passen gut auf das Podere auf. Sie bellen in der Nacht sogar die Glühwürmchen an😉

Davon habe ich kein Bild (deshalb die Animation aus dem Internet)! Bevor der Vollmond kommt, spazieren wir noch kurz im Garten und beim Tor herum und tatsächlich: Je länger wir hinschauen, desto mehr „Lucelli“ entdecken wir. Kleine, fliegende und blinkende Irrlichtlein auf der Suche nach einem Partner – ein zauberhafter Moment!

Ich habe erst einmal im Leben Glühwürmchen gesehen und das war auch hier in der Toscana. Damals Hunderte, gestern „nur“ Dutzende, aber es ist auch noch etwas zu früh anfangs Juni und es ist kühl – wir brauchen alle eine Jacke heute Abend.

Am Dienstag ist ein Besuch des „Giardino dei Tarocchi“ von Niki de Saint Phalle geplant. Auf das haben wir uns schon lange gefreut. Vorher besuchen wir noch eine weitere archäologische Ausgrabungsstätte, diesmal eine etruskische: Vulci, ganz in der Nähe des Tarotgartens.

Als wir los wollen, bemerkt Fleurie als erste, dass das linke Hinterrad viel zu wenig Luft hat.
Tatsächlich: 1/2 bar statt 3🤪🤪🤪

Wir überlegen hin und her. Reifen wechseln oder mit dem Kompressor einfach wieder aufpumpen? Ich höre ein leises Rauschen beim Rad, Andy nicht. Er denkt, es ist wegen dem Temperaturunterschied (vorher viel gefahren an heissen Tagen und jetzt 40 Stunden im Schatten gestanden) – doch das allein kann es nicht sein. Da muss noch irgendwo sonst ein Problem sein. Er zieht alle Schrauben an und kontrolliert mit dem Drehmomentschlüssel, ob bei den Felgen alles stimmt… wir finden keinen Fehler 🧐
Wir entscheiden uns, es zu riskieren ohne den Radwechsel-Aufwand und fahren los.

Vulci – etruskische Ausgrabungen

Caffè und sfogliati in Acquapendente, dann weiter nach Vulci. Solange wir fahren und die Pneus schön warm haben, verlieren wir gar keinen Druck, im Gegenteil: er steigt sogar ein bisschen. Wir kontrollieren regelmässig und lassen es gut sein so – das funktioniert!

Die Ausgrabungen in Vulci sind immer noch im Gang. Ich glaube nirgendwo in Europa hat man als Archäologe so gute Chancen einen Job zu finden, der auch zum Studium passt.

Seit 1837 wird hier gegraben und geforscht. Wir sehen einige Bögen, Tore und Strassen… in der deutschen Version der Broschüre wird das „monumentale Resten“ genannt😉

Interessant ist auch ein kleiner Tempel der Mithras-Religion.

Wir wandern durch den Keller einer römischen Villa. Von den Etruskern sind eigentlich nur Fundamente übrig geblieben, spätere (erfolgreichere) Kulturen haben dann darauf und darüber weitergebaut.

Wir spazieren durch den schönen Wald zu einem kleinen See und ich freue mich immer wieder über die herrlich bunten Blumen am Wegrand.

Es ist ein heisser Tag und wie schon während der ganzen Reise finden die stechenden und beissenden Insekten grossen Gefallen an mir. Hier vor Ort werden wir vor Schlangen, Wildschweinen und Stacheltieren gewarnt, wir begegnen aber auch noch ganz anderen wilden Tieren…

Für das berühmte Grabmal (das man eh nur mit Guide besuchen darf) haben wir leider keine Zeit mehr, da die Tickets für den Tarot-Garten auf 14.30 gebucht sind und wir weiter müssen.

Wir fotografieren noch ganz kurz die Teufelsbrücke und das Wasserschloss und fahren dann mit vollem Einsatz der Klimaanlage zum Niki de Saint Phalle Park.

Girardino dei Tarocchi – Niki de Saint Phalle

Es ist wieder mal sehr sehr heiss – für uns gibt’s zuerst Gelati vor dem Eingang in der Warteschlange… aber alle hier haben ihre Tickets schon online gekauft (geht gar nicht anderes) und es ist auch ein Glück, dass nicht einfach unbeschränkt viele Touristen reingelassen werden! Denn der Tarotgarten ist viel kleiner als erwartet, dafür sind die Skulpturen umso grösser…

Wir haben uns so sehr auf diesen Park gefreut!!! Zu Beginn der Reise war es wegen dem überaus schlechten Wetter nicht machbar, aber am zweitletzten Tag in Italien haben wir es doch noch hierhin geschafft 😍 und so geniessen wir den Aufenthalt in diesem phantastischen Ambiente total.

Die Fotos sprechen für sich selbst!

I Magician (silbrig)
II High Priestess (blau)
X Wheel of Fortune

Phantasie und Esoterik, Kunst und Kunsthandwerk, Träume, Dämonen und Göttinnen, Schicksal oder Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung auf jeden Fall: 20 Jahre arbeitete die Künstlerin an diesem (ihrem grössten) Werk!

VIII Justice
… und unten dran diese Tinguely -Installation

Niki geht es um die grundlegenden Lebensfragen, die sie an Hand von Tarotkarten definiert und in der Form von bunten, fröhlichen, witzigen, aber auch makaberen und furchteinflössenden Skulpturen umgesetzt hat. Eine unglaubliche und faszinierende Ausstellung! Wenn du in der Nähe bist: UNBEDINGT ANSCHAUEN!!!

III Empress: Das „Wohnhaus“ von aussen
In diesem „Haus“ hat die Künstlerin gewohnt
O Oracle
P Prophet
XVI Falling Tower
IX Hermit

Heimreise und Rückblick

Auch an unserem letzten Abend in Italien sehen wir die Lucelli (Leuchtkäfer) noch einmal. Wir werden von Fleurie und Hansruedi wieder fein verpflegt, gemütlich unter den Arkaden des Pisciarello sitzend, bei diesmal eher philosophischen Gesprächen. Danke euch beiden für die tolle Gastfreundschaft an eurem wunderbaren Kraft- und Rückzugsort 😘

Wir stehen früh auf, zweimal Kaffee wie immer, Reifendruck kontrollieren und bisschen auffüllen… dann geht’s heimwärts. Es ist neblig unten im Tal Richtung Lago di Bolsena und die ersten paar holprigen Kilometer bieten sensationelle Morgen-Stimmungen.

Danach wird es anstrengend (viel Verkehr), aber wir schaffen die 750 km und sind gegen 17 Uhr zuhause. Auch schön wieder daheim zu sein 😊

Fazit Italien von oben bis unten und zurück

Das Land ist wunderschön und reich an Geschichte und Kultur! Die meisten Leute, mit denen wir zu tun haben, begegnen uns freundlich und interessiert und grundsätzlich sind sie auch sehr hilfsbereit und geduldig mit meinen minimalen Sprachkenntnissen.

Das hat mich übrigens sehr genervt: Ich habe 7 Jahre Italienisch gelernt und konnte es mal richtig gut, aber das ist vier Jahrzehnte her. Jetzt verstehe ich noch einiges und die Wörter kommen langsam zurück – aber auch am Ende der Reise kann ich keinen graden Satz zusammen bringen!!! Stotternd und jedes zweite Wort suchend, ist es schlicht unmöglich, ein anständiges Gespräch zu führen. Schade!!!

… hat auch nicht geholfen, leider!

Die Italiener arbeiten auch an Feiertagen und am Wochenende, Läden und Restaurants sind offen, sogar auf dem Bau wird samstags weitergemacht. Allerdings sieht man auch viele vergammelte Häuser und Gärten und Angefangenes, das wohl niemals fertig gemacht wird.

Neu erstellte Bauten und Infrastruktur werden nicht unterhalten oder gewartet – die Investitionen haben keine Zukunft, denn ein baldiger Zerfall ist absehbar. Schade!

Besonders schlimm ist der teilweise erbärmliche Zustand vieler, auch wichtiger Strassen!
Schlaglöcher muss man überall erwarten, sogar auf der Autobahn! Da wird einfach ein Schild „kaputte Strasse“ hingestellt, aber nicht repariert oder zumindest nicht nachhaltig.

Man schimpft über die Bürokratie, aber wir vermissten manchmal schon ein gewisses Mass an Eigeninitiative und Selbstverantwortung. Wir möchten das nicht bewerten, denn wir kennen Land und Leute viel zu wenig gut um einzuschätzen, wie es wirklich ist. Aber aufgefallen ist es uns…

Nachfolgend aber schon noch ein paar konkrete Meinungen:

Campingplätze: Sehr unterschiedlich, sanitäre Anlagen oft veraltet (d.h. entweder viel Wasser oder warmes Wasser… aber sicher nicht beides), doch die Betreiber sind meistens sehr freundlich und unkompliziert. Im Mai ist eigentlich alles schon offen, sie sind aber noch nicht parat (für den Ansturm im Sommer).👍👍

Agricampeggio: Roadsurfer- und Nomady-Plätze fanden wir am besten, da hat man einfach mehr Platz 👍👍👍

Diese Aussicht vom Bett liebe ich am meisten!

Kulinarisch: Wir haben gut, sehr gut und auch fantastisch gegessen 😋😋😋

In bella Italia gibt’s echt den besten Kaffee der Welt!!! Aber auch Seafood und Pasta und Vorspeisen und Desserts vom feinsten! Fleisch hatten wir selten, war aber auch okay. An das Ding mit den primi – secondi muss man sich gewöhnen, aber es wird auch akzeptiert, wenn man zuerst mal etwas bestellt und später weiter entscheidet. Tipp: nach Suggestioni (Empfehlungen des Personals) fragen – das lohnt sich!!! 👍👍👍

Natur: Italien hat so viel zu bieten! Vom Meer bis zu hohen Bergen ist alles dabei. Wir hatten grosse Freude an den vielen Vögeln, die man bei uns kaum mehr sieht oder hört, z.B. Wiedehopf, Eulen und Fasan! Nicht alle konnten wir fotografieren, da waren die Käfer und Eidechsen doch einfacher „einzufangen“.

Sehr schöne, grosse Wälder, auf den Wiesen, Äckern und am Strassenrand wachsen überall Mohn und Ginster, in den Ortschaften und an den Strassen Oleander, Rosen, Kakteen und die betörend duftenden Jasmin– und Klebsamen-Sträucher (leider beide überhaupt nicht winterhart) 👍👍👍

Das Meer (vor allem im Süden) ist türkis und wunderschön, glasklares Wasser, die Küste oft spektakulär mit steilen Felsen und herzigen, versteckten Buchten, die Strände sauber und gepflegt 👍👍👍

Viele dicht bewaldete Berge und Täler, kurvige Strässchen mit plötzlichen überraschend schönen Ausblicken, Dörfer die an den Hängen oder ganz zuoberst kleben, enge Strassen und halb verfallene Gebäude, dann wieder hübsch zurecht gemachte Villen…👍👍

Dreck und Müll: Richtig schlimm finden wir, dass wirklich überall, besonders im Süden, sehr viel Abfall herumliegt!!!👎👎👎

Olivenbaum-Krankheit: Man sieht sehr viele Bäume, die oben oder schon total verdorrt sind. Manchmal wird grad gerodet und neu angepflanzt, es gibt Sorten von Olivenbäumen, die sind weniger betroffen. Oft werden grosse, alte Bäume auch nur stark zurückgeschnitten, manchmal treiben sie dann unten wieder aus.

Die Xylella-Bakterien, die ganze die Plantagen im Rekordtempo zerstören, werden von Insekten übertragen. Es gibt nicht wirklich ein Heilmittel dagegen. Nicht alle Bäume sterben, aber Ertragsausfall hat jeder Olivenbauer, wenn die Krankheit bei ihm ankommt. Sie breitet sich von Süden nach Norden aus und betrifft übrigens nicht nur Olivenbäume, sondern auch Zitruspflanzen, Weinreben, Pfirsich-, Kirsch- und Mandelbäume, Rosmarin, Oleander und sogar Kaffeepflanzen! Für die betroffenen Bauern (und schlussendlich auch für uns) ist das ein Albtraum! 😢😢😢

Verkehr: Den Velofahrer auf der Autobahn (kein Witz!!!) habe ich leider nicht fotografieren können! Aber ganz grundsätzlich ist Autofahren in Italien schon ein Erlebnis der ganz speziellen Art 🤪

  • Geschwindigkeitsangabe = fahr so schnell wie oder schneller als alle anderen!!!
  • Einfach durchgezogene Linien = sehr praktische Information bezüglich der Mitte der Strasse, damit man ungefähr weiss, wo zwischen den beiden Richtungen die dritte Spur sicher auch noch reinpasst 😂
  • Doppelt durchgezogene Linie = oh, ich habe nur eine gesehen!
  • Kurve/keine Sicht = ich überhole trotzdem!
  • Parkplatz = hier wo ich ihn brauche, da halte ich an!
  • Stopp = ich rolle da mal einigermassen vorsichtig im dritten Gang drüber…
  • Maut-Station: Der Automat frisst die „tessera“ (Kreditkarte) nicht? Oder vom Bus aus sind die Bedienelemente für PW zu niedrig und die für LKW zu hoch? = „Park“ einschalten, Gurten lösen, aus dem Seitenfenster turnen, bis es irgendwie doch funktioniert und dann mit gequetschtem Magen und überdehnten Unterarmmuskeln weiterfahren, bevor der Hintermann gewalttätig wird 🤪

Städte (die grossen Städte haben wir ganz bewusst ausgelassen): Lucca und Tropea haben uns gut gefallen👍👍und ohne Neapel kann man halt Pompeji nicht besichtigen, aber da wir diesen super praktischen Camping gleich neben den Ruinen hatten, war Neapel auch ganz okay…

Dass Napoli zum 3. Mal Italienischer Meister wurde, nach 33 Jahren Wartezeit , hat ganz Süditalien elektrisiert ⚽️⚽️⚽️

Tourismus: Museen, archäologische Ausgrabungen, Burgen, Kirchen, Natur … Italien hat so viel zu bieten! Leider ist vieles schlecht organisiert, Informationen zu Öffnungszeiten etc. findet man im Netz nur spärlich und manchmal sind sie auch schlicht falsch. Vor Ort gibt’s Erklärungen und Hintergrundinformationen fast immer nur in italienisch. 👎

Kunst und Kultur: Wir haben das Da Vinci Museum und den Tarot-Garten von Niki de Saint Phalle besucht! Beides hat uns ausserordentlich gut gefallen! Sehr empfehlenswert!!! 👍

Matera mit den Sassi-Felsenwohnungen hat uns nicht begeistert. So schlecht haben wir uns selten irgendwo informiert gefühlt und jede zweite Sehenswürdigkeit war dann auch noch geschlossen 👎

Alberobello mit den Trulli war herzig, aber auch sehr touristisch (vielleicht wäre das etwas kleinere Ostuni die bessere Wahl gewesen?) 👍

Die kleine Kirche in Stilo hat uns sehr gut gefallen und das riesige Mosaik im Dom von Otranto war ganz aussergewöhnlich. Auch die winzige Kapelle auf dem Felsen in Tropea war herzig 👍

Wir gehen gerne in Kirchen, denn Architektur und Handwerkskunst (beim eigentlichen Bau, aber auch in der Ausgestaltung und Dekoration der Räume) sind interessant, oft bemerkenswert schön und künstlerisch hochwertig! Drinnen ist es ruhig und kühl und dies erlebe ich auf Reisen als willkommenen Gegenpol zu der oft geschäftigen, lauten Stimmung draussen. Kirchen sind gute Orte um kurz innezuhalten, auch ohne persönlichen religiösen Bezug.

Archäologie: Pompeji und Paestum waren sehr beeindruckend, Vulci etwas weniger.
Ganz allgemein: Bei meinen Recherchen zum geschichtlichen Hintergrund (z.B. über San Casciano dei Bagni) habe ich viel gelernt!👍

Bloggen: Es braucht viel Zeit, aber ich liebe es! Es macht mir einfach Spass unsere Erlebnisse aufzuschreiben, Hintergründe zu erforschen und das ganze auch noch fotografisch zu umrahmen.
Ich freue mich mega, wenn ich merke, dass Leute den Blog lesen und dass er gefällt 😊

Unser Bus: Der Innenausbau, mit den vielen Anpassungen und Veränderungen, die wir gemacht haben, ist jetzt nahezu perfekt! Jeder Quadratzentimeter wird geschickt genutzt, vieles ist multifunktional nutzbar und je nach Situation (fahren, tagsüber am Stellplatz, schlafen) sind die „Innen-Szenarien“ unterschiedlich – aber sehr schnell angepasst! Wir brauchen 10 Minuten um anzukommen und etwas länger um abfahrbereit zu sein… das könnte aber auch an unserem „Morgentempo“ liegen 😉

Wir haben eigentlich wirklich alles dabei, was wir brauchen, und schön gemütlich ist unser Zuhause auf vier Rädern auch 😍

Trotz teilweise grauenhaften Strassen ging nichts kaputt und die Motorisierung und Technik in unserem tollen Bus hat voll funktioniert!!! Sogar der sich verabschiedenden Reifendruck hinten links am Ende der Reise war kein Problem (dank Kompressor und guter Ausrüstung). Wir sind damit noch beinahe tausend Kilometer herumgefahren und sicher zuhause angekommen 👍

Dank Andy: Er bleibt ruhig, handelt überlegt und besonnen. Er weiss was (und wie es) zu tun ist ❤️ es kommt immer gut!

Das war der Missetäter – zuhause hat Andy das Rad dann doch noch gewechselt und ihn gefunden🤪🛞🧐

Süden vs. Norden: Andy mag den Norden lieber, die eher zurückhaltende Art der Menschen, den Platz, die Sauberkeit und Verlässlichkeit… Ich mag die Wärme des Südens, die Düfte, das Flattern der Wäsche an den Balkonen, das leckere Essen, das Mittelmeer-Ambiente… – aber der Dreck und die Unzuverlässigkeit stören mich auch!

24/7 Zusammenleben auf engstem Raum: Mit Wohlwollen, Geduld, Toleranz und gegenseitiger Wertschätzung, mit Offenheit für die Anliegen und Bedürfnisse des Gegenübers ist der fehlende Platz nicht mehr wichtig. Und das bringen wir mit. Beide. Und wir sind auch organisiert!!! Platz haben wir nämlich eigentlich genug, sogar für die Dreckwäsche, bis zum letzten Tag! Man muss nur wissen wie 😉

… und dieses herzige Video machte klar, was neben viel ❤️❤️❤️ auch noch wichtig ist😉

Zeit haben: Es bräuchte eigentlich mehr Ruhetage und mehr Pausen, wenn man so viele Eindrücke verarbeiten soll. Auch diese Reise war toll und wir haben so viel schönes und interessantes erlebt. Aber es war auch ein bisschen zu wenig erholsam, zu stressig, zu viel in zu kurzer Zeit! Das müssen wir noch besser hinkriegen. Und das werden wir auch, da habe ich keine Sorge, sobald kein „Ablaufdatum“ mehr dran ist und wir selber entscheiden können, wann wir wieder zuhause sein wollen.

Wir freuen uns beide ganz fest auf den Sommer 2025, auf den Ruhestand nach all den Jahren Arbeit, weil wir dann beim Reisen endlich einfach mehr Zeit haben und es ruhiger angehen können. Auch dann wird es uns sicher nicht langweilig!

Danke fürs mitreisen!
Nun wird es wieder eine Weile dauern bis zur nächsten Reise… see you then 👋👋

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