Herbstferien mit Regen und Schnee

Winterpneus sind montiert, Schneeketten sind dabei, Lesestoff, Suppe und warme Socken sind eingepackt… sogar ein Blumensträusschen ist dabei mit Kräutern und der letzten Rose aus meinem Garten.

Gassli-Camp im Safiental

Aber auf Grund der garstigen Wetterprognosen (Schnee bis in die Alpentäler, auf Bergspitzen bis zu einem Meter!) entscheiden wir uns den Start in unsere Herbstferien um zwei Tage zu verschieben und geniessen zuerst noch ein erholsames Wochenende zuhause.

Am Montagmorgen fahren wir los Richtung Safiental. Der Himmel ist wieder einigermassen blau, wir geniessen die schöne Fahrt auf bestens geräumten, schmalen und kurvigen Strassen. Es ist schon sehr abgelegen, dieses Tal mit den alten Valser Siedlungen, aber die wilde, wunderschöne Landschaft fasziniert von Anfang an.

In Thalkirch angekommen gibt’s einen Kaffee im Restaurant Gasslihof und einkaufen im Hofladen. Uns wird erklärt, wo sich unser Nomady-Camp befindet und wir reservieren fürs Znacht am folgenden Abend. 500m den Berg hochfahren, jetzt wirklich mitten im Schnee, parkieren wir neben einer kleinen Mulde mit Aussicht auf Piz Beverin, Bruschghorn und Alperschällihorn. Ausser dem Rauschen der Rabiusa unten im Tal hört man nichts. Gar nichts. Beim Sitzplätzli machen wir ein Feuer und wärmen uns mit Kafi Luz 🙂

In der Nacht sehen wir einen Hasen, der gemütlich auf einer schneefreien Stelle sitzt und Gras frisst. Andy beobachtet einen Wolf, der etwa 200m weit weg von uns eine Runde zieht. Später beobachtet der Wolf uns, von einer etwas weiter entfernten Hügelkuppe aus. Schon noch eindrücklich! In der Nähe des Safientals / in der Surselva gibts mehrere Wolfsrudel…

Wir sind au 1750 müM und in der Nacht ist’s unter Null Grad. Doch unser Büsli schafft die 2 Tage autark einwandfrei, obwohl wir die Heizung eigentlich dauernd laufen lassen müssen. Wir geniessen, hängen, lesen, schlafen, essen sehr gemütlich zmorge, spazieren ein bisschen und gaffen die schöne Landschaft an!

Santa Maria im Val Müstair

Am Mittwoch suchen wir erst mal eine grosse Migros. Unsere faltbare Pfanne hat nämlich beim Würstli-Anbraten den Geist aufgegeben und wir brauchen Ersatz. Danach geht’s weiter über Albula und Ofenpass/Nationalpark ins Val Müstair.

Auf dem kleinen Camping „Pe da Munt“ richten wir uns ein um die angesagten Regenstürme Freitag und Samstag gut zu überstehen. Es hat kaum andere Camper, dafür grasen die Kühe im Wald…

Am Donnerstag geht’s aber zuerst mal noch auf eine kleine Wanderung nach Müstair, wo wir die Klosterkirche und den Friedhof besichtigen. Capuns zum Zmittag für Andy und dann wieder zurück nach Santa Maria. Duschen & Haarewaschen macht in den alten Sanitäranlagen bei gefühlt 5 Grad nicht wirklich Spass, ist aber nötig. Danach sitzen wir noch lange am Feuer und snacken Käse, am Stecken geröstetes Brot und Hirschsalsiz. Und später gibt’s im Bus einen gemütlichen, sehr langen Netflix-Serien-Marathon.

Freitag regenet es schon von Anfang an. Aber hier hängen wir ja am Strom und können heizen, kochen, surfen, Musik hören so viel wir wollen. Ich aktualisiere den Blog… 🙂 und wir beschliessen erst am Samstag, auf Grund der aktuellsten Wettermeldungen, einen Plan für die nächsten Tage zu machen. Es ist in der ganzen Schweiz überall ziemlich das gleiche Sch…Regenwetter angesagt. Wir werden sehen, wohin es uns verschlägt.


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Eine Antwort auf „Herbstferien mit Regen und Schnee

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  1. es esch fast soo, wie wenn i näbed euch höckle und mit euch bin. danke sooo für die wundervolle gschichte und bilder – für euchi reis, wo i dörf teilha. grad jetzt sind ihr inere gägend, wo i mi würkli dihäi fühle. bin sooo gspannt, wie’s wiiter goht :))))

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