Mitte Vormittag fahren wir nach Middelfart, auf der anderen Seite des Lillebelts, der Jütland und Fynn trennt. Wir gehen direkt zur Touristeninfo am Hafen und buchen für den nächsten Tag (Sonntag) eine 2stündige Bootstour auf der „Sabina“. Ziel: Schweinswale sehen! Etwa 3000 leben hier im „Kleinen Belt“. Bin ja gespannt ob es klappt…



Die Insel Fynn erreichen wir über eine 6-spurige Autobahn-Brücke , zurück nach Jütland gehts dann zuerst zu Fuss (Aussicht!) und dann mit dem Bus auf der ebenfalls sehr hohen, alten Eisenbahn/Auto-Brücke. Die kann man auch, für viel Geld, in grauen Anzügen und am Geländer angekettet, auf der oberen Eisengitter-Konstruktion zu Fuss überqueren. Wer den Kick braucht? Wir nicht unbedingt…!



Am Mittag, nach dem Tourismus-Büro (wo wir sehr nett und kompetent beraten wurden) setzen wir uns auf die Terrasse des Hafen-Restaurants „Mars“ und essen vorzügliche fish&chips / moules&frites😋😋😋 noch ein bisschen in der kleinen Altstadt spazieren, dann eben die alte Brücke und gegen 17 Uhr waren wir wieder zurück im Camping Skanderburg.



Am nächsten Morgen regnet es! Zum ersten Mal seit wir in Dänemark sind. Gewitter sind auch noch angekündigt… Wir checken stündlich die Mails, ob die Bootstour abgesagt wird?
Gegen Mittag wird das Wetter etwas besser und hoffnungsvoll fahren wir nach Middelfart. Es wird immer sonniger und wärmer. Ich hab mich viel zu warm angezogen 😅 pünktlich tuckern wir los, 12 Leute sind auf dem Boot, Belgier und Dänen und 4 weitere Schweizer. Das Wetter ist prächtig, kaum Wind, 25 Grad. Nach etwa 3/4 Stunden sehen wir tatsächlich ein paar Mal eine Rückenflosse oder auch zwei, aber alles geht so unglaublich schnell – keine Chance mit dem Handy. Andy hat es hoffentlich mit der guten Kamera und dem Riesen-Objektiv geschafft. Er fotografiert von ganz zu vorderst und es gibt ja auch noch herrliche Landschaft, Vögel und Segelschiffe zum verewigen. Dann halt keine Schweinswale (sind ähnlich wie Delfine) aber Schiffli fahren ist sowieso unseres und deshalb steigen wir nach 2 Stunden voll happy vom Boot ☺️







Wir fahren etwa 3/4 Stunden südöstlich Richtung Haarby, hier haben wir uns ein Hotel gebucht. Es ist wieder mal Zeit zum Haare waschen 😉
Das Hotel heisst Gammel Brydegaard. Mit gammelig hat das nichts zu tun 😉 gammel heisst „alt“. Es liegt versteckt am Dorfrand in Spaziergang-Distanz vom Meer, an der engsten Stelle der Halbinsel Helnaes auf Fynn.







Ein richtig schönes Hotel, nordisches Understatement, aber voll cool und stylish! Die Dusche hat sehr gut getan und noch nie hab ich in irgendeinem Hotelbad, wo ich schon je war, sogar einen Fön für lange lockige Haare angetroffen 😄

Das Nachtessen war auch wirklich fein, allerdings waren wir irgendwie auf besonders gute Küche eingestellt – und das war es nicht. Aber fein auf jeden Fall. Halt kein Bänziger…





Gebratene Kapern gabs zu meinem Fisch – sehr coole Idee! Aber das beste war eindeutig das Dessert: hausgemachte cremige Vanilleglacé mit schwarzen Johannisbeeren und dann das noch mit einer heissen Sauce aus Butter Eigelb und Zucker übergossen… besser als jedes Zabaiione!😍

Zum Abschluss dieses ereignisreichen Tages gab es dann noch ein Gewitter am Meer. Das habe ich noch nie erlebt. Der ganze weite Himmel wird geblitzt und der Donner rollt über uns in und aus allen Richtungen! Man hört wie er sich ungehindert bewegt. Sehr cool, dass das Hotel über einen grossen Aufenthaltsraum mit Terrasse verfügt, von wo aus wir die Naturgewalt bei einem Glas Rotwein in Frieden und im Trockenen beobachten können.
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Hej mine kære
Danke für eure tollen Reiseberichte. Ich habe bisher noch nicht kommentiert, habe aber alles extrem interessiert gelesen und freue mich jeweils schon auf den nächsten Bericht und natürlich auch die Bilder!!
In diesem Sinne… bis später!
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