Von der langen Autofahrt nach der ebenfalls etwas anstrengenden Besichtigung Pompejis sind wir etwas kaputt! Wir verbringen die nächsten drei Nächte auf einem total friedlichen sehr gut ausgerüsteten Agricampeggio südlich von Salerno. Mit warmen & sauberen Duschen, genug Quadratmetern und schön mit Büschen und Kräutern vom nächsten Stellplatz abgetrennt – aber hier ist eh nur ein einziger anderer Camper.








Am Samstag ist es regnerisch und ziemlich windig. Wir schlafen und faulenzen, lesen und bloggen und der Skotti kommt zum Einsatz für ein leckeres Dinner 😋




Am Sonntag ist das Wetter etwas besser und wir besuchen die griechischen Tempel von Paestum, 3 km von hier. Wieder einmal haben wir Glück und sind vor den grossen Menschenmassen da, respektive können sie gut umgehen. Ist immerhin ein UNESCO Weltkulturerbe hier!

Hinter diesen Stadtmauern (beinahe 5 km lang) verbergen sich drei der europaweit am besten erhaltenen dorischen Tempel, aber auch die Ruinen einer ganzen Stadt. Sie hiess ursprünglich Poseidonia, wurde später von den Römern in Paestum umbenannt.



Der Hera-Tempel (Basilica) ist der älteste, erbaut 560-520 v.Chr.




Den Neptun-Tempel nebendran besichtigen wir zuerst nur von aussen, da hier die langen Schlangen sind (der Zutritt wird gedrosselt). Am Schluss gehe ich noch allein rein, denn die Wartezeit ist jetzt nur ganz kurz.









Ursprünglich war hier nur eine einzige, 82 cm hohe Stufe. Dies ist eben ein Haus der Götter! Erst im 18. Jahrhundert wurden zwei Quader als Treppchen hingestellt, um bequemer ins Innere des Tempels hinein zu gelangen.
Wir wandern beinahe allein durch die Ruinen der alt-griechischen Stadt. Es gibt eine gute App, mit der man die wichtigsten Informationen per Audiodatei standortbezogen hören kann, auch auf deutsch.












Einmal im Jahr, im April, badeten hier die Frauen der Stadt unter Aufsicht und Schutz der Göttin Venus. Mit dem rituellen Bad sollte Fruchtbarkeit und Sinnlichkeit sichergestellt werden, es diente aber auch dem Austausch zwischen jungen und erfahrenen Frauen. Hier wurde gelernt und Wissen weitergegeben.

Innerhalb der Stadt gab es keinen Friedhof, aber ein leeres Grab unter einem Grabhügel (heute ist der Hügel weg und der „Heroon“ ist nur noch mit Dachziegeln bedeckt), in dem die Leute Geschenke und Gaben darbrachten. Man fand Textilien, Spiesse, Vasen und Honig (eine typische Opfergabe für die Götter der Unterwelt).

Es gab viele Geschäfte und Läden rund um das Zentrum der Stadt, das riesige Forum. Hier eine Mühle, mit der aus Kräutern und Pflanzen die Grundstoffe für Parfüm hergestellt wurden.


Bäume , Mauern, Mosaike – schöne Strukturen und Details faszinieren uns auch immer wieder!






Ein Olivenbaum voll mit kleinen Früchten 🫶


Am anderen Ende des Geländes liegt noch der „jüngste“ der beeindruckenden Tempel, er wurde zu Ehren der Kriegsgöttin Athene erbaut.




Und einige Fotos von uns gibt’s auch noch 🤭




Danach gönnen wir uns die erste Pizza seit wir in Italien sind und fahren dann zurück zum Standplatz, um den Tag noch friedlich ausklingen zu lassen ☺️



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Tage voller erfreulicher Erlebnisse – hoffentlich geht’s noch lange so weiter!!! Gute Reice
Koni
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