Die letzte Nacht

Wir haben uns schon vor zwei Tagen entschieden, vorzeitig nach Hause zurück zu kehren. Ferien sind zur Entspannung da und beim Reisen braucht man einen offenen Blick und eine lockere Neugier, die wir zur Zeit nicht aufbringen können.

Mitte August steht bei Andy ein grösserer operativer Eingriff an. Wir hatten die Idee, uns vorher mit diesem Urlaub in einem Land, das wir noch nicht kennen, abzulenken und uns dabei zu erholen. Diese Strategie funktioniert aber nicht.

Beim Entspannen beginnt sofort das Kopfkino und fürs Erkunden fehlt uns die innere Ruhe. So macht es keinen Sinn, wir können es nicht geniessen!

Zuhause wird es einfacher sein, sich abzulenken und sinnvoll zu beschäftigen, um die kommenden Wochen zu überbrücken.

Nach dem Besuch im Kröller-Müller-Museum fahren wir nach Utrecht. Für unseren letzten Abend haben wir im Stadtzentrum ein sehr schönes Hotelzimmer mit Parkplatz gebucht. Vor Ort heisst es dann, diese Option gäbe es nur bei kleinen Autos.

Die eigene Parkplatz-Suche gestaltet sich mehr als mühsam, aber wir bleiben (einigermassen) cool. Wir aktivieren alle möglichen Navigationssysteme und finden innerhalb einer vernünftigen Distanz zum Hotel eine legale und bezahlbare Lösung.

Einen kleinen Teil der Strecke fahren wir auf einem Veloweg durch einen kleinen Bahnhof – aber mit Offroad-Reifen und Andys Fahrgeschick schaffen wir es über ein Trottoir wieder zurück auf die normale Strasse – und wir werden nicht erwischt!

Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Hotel-Managers lässt zwar zu wünschen übrig, aber das Zimmer ist sehr hübsch, es gibt eine kleine Veranda, das Bett ist wirklich bequem und die luxuriöse Dusche tut mehr als gut.

Im angeschlossenen Restaurant Ziem geniessen wir dann ein exzellentes Dinner mit gutem Wein.

Hier gibt es Croquetas mit Osso-Bucco oder schwarzer Tintenfisch-Füllung und die Muscheln in einer Pernod-Estragon-Sauce begeistern uns total (müssen sie gleich zweimal bestellen).

Nach dem Dessert ist dringend noch ein kleiner Verdauungsspaziergang nötig!

Am Montagmorgen sind wir schon bald auf der Stau-reichen Fahrt quer durch Deutschland wieder Richtung Schweiz unterwegs.


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