La Côte Sauvage

Nach einer gemütlichen Wake-up-Phase checken wir am Montagmorgen im Büro des Campingplatzes ein: Wer am Wochenende kommt, kann sich einfach mal hinstellen und installieren wo man will, die sind hier ganz entspannt…

Das Check-in dauert einen Moment und schon lernen wir in der Schlange ein paar Franzosen kennen. Bis jetzt waren immer alle sehr freundlich und nett. Überhaupt nichts von dem überheblichen Getue, das man den Franzosen früher immer unterstellte.

Das Wetter wird immer besser. Wir fahren nach Portivy  gleich am Eingang der Halbinsel Quiberon und trinken dort einen feinen Espresso. Die Bar hat ihre Tische am Hafen aufgestellt, wir sitzen in der Sonne und leckere Croissants gibt es auch.

Wir wollen heute an der wilden Küste wandern. Das Auto stellen wir auf einen höhenbeschränkten Platz hinter dem Dörfchen Portivy ab. Gut, dass unser Bus unter 2m kann.

Wir spazieren oben auf den Klippen und können uns kaum satt sehen an der herrlichen Küstenlandschaft.

Das tosende Meer, der heftige Wind, die Gischt der riesigen Wellen… Die Szenerie wird mit jedem Schritt eindrücklicher.

Diese Dünen und Granitfelsen werden seit Jahrtausenden von Wind und Wasser gepeitscht und so entstanden Buchten und Felsformationen von ausserordentlicher Schönheit!

Der Küstenabschnitt rund um die Pointe Percho gefällt uns extrem gut!

Die Wanderwege im Naturpark darf man nicht verlassen, hier brüten seltene Vögel und der Schutz der Dünen ist gewährleistet.

Die Pfade sind mit niedrigen Zäunen eingefasst und das ist grad gut, dann weiss man, wo es langgeht.

Diese Küste ist einfach sensationell! Wir entdecken an jeder Kurve neue Aussichten und kommen aus dem Staunen nicht heraus.

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie lange ich aus den unzähligen Fotos und Videos aussuchen musste für diesen Blogbeitrag.

Ein guter Orientierungspunkt: Die Ruinen des Zollpostens sieht man während der ganzen Wanderung.

Die Wanderung rund um den Pointe du Percho bietet einen außergewöhnlichen Blick auf diese atemberaubende Natur. Unbedingt empfehlenswert!

Schliesslich finden wir auch den berühmten Arche de Port-Blanc.

Ich traue mich aber nicht runter zum Strand…

Wir hätten an einer Bucht vorher oder nachher hinunter steigen müssen und dann am Meer um die Felsen herum laufen. Dafür scheint mir die Brandung zu gefährlich.

Sicherheit wird hier gross geschrieben. Wir treffen immer wieder auf Notrufsäulen.

Kurz darauf machen wir uns auf den Weg zurück zum Parkplatz. Das Wetter hat es heute gut mit uns gemeint: Blauer Himmel, „Schäferwölklein“ und ziemlich warm.

Doch wenn es hier richtig bläst, ist es wohl auch weiter weg von der Küste noch heftig: Hier Sturmschäden auf dem Rückweg über die Hochebene.

Nach diesem tollen Erlebnis haben wir Hunger. Uns wurde das Restaurant La Base im Port Haliguen empfohlen. Da fahren wir hin und geniessen eine exquisite Seafood-Platte und einen feinen Salat. Zwar keine Moules &Frites, aber trotzdem sehr lecker.

Das Restaurant liegt bei einem riesigen Yachthafen.

An der prominentesten Stelle im Hafen ankert ein restaurierter, alter Dreimaster, den wir am Abend davor von weitem draussen im Meer gesehen hatten. Schönes Schiff!

Heute Abend lassen wir es gemütlich ausklingen. Es sind starke Winde und Gewitter angesagt, aber eigentlich passierte nicht viel, ausser ein schöner Regenbogen.


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