Moules&Frites ☑️ (endlich)

Das Restaurant neben unserem Zeltplatz ist berühmt für seine sehr guten Moules&Frites. Aber ausgerechnet jetzt (merde alors) haben sie Betriebsferien. Man merkt die Nebensaison überall: Viele Beizen und Geschäfte sind geschlossen, dafür hat es aber auch wirklich wenig Touristen 👍

Unser erklärtes Ziel heute: Wir wollen endlich Muscheln essen!

Sonnenaufgang vom Bett aus (ja, ich weiss, ich sollte das Plastikfenster putzen)

Der Tag beginnt mit einem schönen Sonnenaufgang und beinahe wolkenlosem Himmel. Nach dem Cappuccino machen wir uns bereit für einen Ausflug aufs Festland.

Wir fahren Richtung Festland und Andy hat seinen Spass mit der vom vielen Regen überschwemmten Strasse vor unserem Campingplatz.

Wir suchen und finden (trotz „route barrée“) die Steinreihen von Kerzerho in Erdeven.

Hier sind die zum Teil richtig grossen Steine frei zugänglich und es hat nur ganz wenig Leute.

Einige Gärtner schneiden das Gras, auch die Wege sind gepflegt und führen durch ein kleines Wäldchen zu noch grösseren, einzeln stehenden Menhiren. Einige sind aber schon umgefallen.

Hier gefällt es uns viel besser als in Carnac. Wie gross die Steine sind, merkt man oft erst im Vergleich mit einem Menschen.

Es hat hier sehr viele Eichen. Ich mag diese von Flechten und Moos bewachsenen, schönen, alten Bäume.

Nach Kerzerho fahren wir weiter Richtung Île de Saint-Cado in Belz.

Unser Navi kennt leider nur Wege dorthin, die durch Fahrverbote, Sackgassen und Einbahnstrassen führen, oder es findet kein Netz und lässt das Symbol-Auto auf dem Acker herumhüpfen.

Das kleine Häuschen des Austernzüchters, ja genau das Berühmte mit den blauen Fensterläden auf der Miniaturinsel Nichtarguer, das wollen wir sehen.

Schlussendlich parkieren wir irgendwo und suchen zu Fuss. So ist es plötzlich kein Problem mehr und am Ziel angekommen, nach wenigen Minuten, wird uns klar: Diese Verkehrsregeln nimmt ausser uns niemand wirklich ernst.

Wir essen endlich Moules&Frites im RestoBistro Madame Mouette und die sehr nette Bedienung empfiehlt uns das Tagesdessert „Riz au lait“… mmmh, super lecker mit Caramel und salzigen Nüssen – diese bretonische Spezialität ist unbedingt empfehlenswert!

Der eiserne Mann am Hafen schaut in die falsche Richtung. Das Restaurant ist dahinten! Dabei hätte er doch Google Maps in der Hosentasche gehabt…

Das Häuschen mitten in der Ria d‘Etel ist wirklich hübsch und das kleine Dörfchen auf der Insel ebenso. Alles hier strahlt Ruhe aus, Charme und wirkt total friedlich und idyllisch. Im Sommer ist es glaub ziemlich touristisch hier, aber jetzt ist es wunderschön!

Nach den lang ersehnten Moules&Frites und dem leckeren Dessert spazieren wir in der warmen Sonne über die Brücke nach Île de Saint-Cado.

Die Kapelle von Saint Cado aus dem 11. Jahrhundert gefällt uns sehr. Die Legende sagt: Als die von ihm eigenhändig gebaute Brücke einstürzte, bot ihm der Teufel an sie wieder aufzubauen, im Gegenzug für die erste Seele, welche die Brücke überqueren würde. Saint Cado ging auf den Deal ein und jagte eine Katze hinüber, sobald der Teufel fertig war. Pech für ihn… aber nicht zum ersten Mal – diese Story kommt uns doch irgendwie sehr bekannt vor😉

Das keltische Kreuz am Wasser ist sehr idyllisch.

Die „Calvaire“ mitten auf dem Dorfplatz, wo immer noch jedes Jahr eine Art Wallfahrt mit Prozession stattfindet (nennt sich „Pardon“), ist auch sehr eindrücklich.

Es gibt hier auch ein nettes Camping mit Sicht aufs Wasser, vielleicht für ein anderes Mal? Uns passt die Bretagne nämlich sehr, hier sind wir sicher nicht zum letzten Mal!

Als letztes Ziel heute suchen wir noch den Schiffsfriedhof von Margouer.

Auch dieser Ort strahlt etwas Besonderes aus: Die coolen Graffiti an den hölzernen Wracks, die beeindruckende Handwerkskunst der damaligen Schiffsbauer und die Natur, die langsam wieder Oberhand gewinnt und die Zeit irgendwie sichtbar macht.

Rost, Algen, verwittertes Holz prägen diesen Ort – da steckt gelebtes Leben in den Wracks der alten Boote.

Andy war begeistert von diesem Cimetière de Bateaux. Seine Passion fürs Fotografieren musste er noch mit apokalyptischer Bildbearbeitung ausleben. Auch sehr cool!!!

Den Abend verbringen wir wie immer gemütlich beim Bus, draussen so lange es die Temperaturen erlauben. Es gibt Risotto mit Salat.

In der Nacht ist es so zwischen 12 und 15 Grad – mit Wind gefühlt aber einiges kühler. Zum Glück läuft die Heizung im Bus tadellos, da frieren wir kein bisschen.


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