Wir waren die ganze Woche stationär auf diesem einfachen Camping und haben alle Ausflüge von hier aus gemacht. Die Duschen sind zwar alt, aber sehr sauber und punkten mit gut heissem Wasser und reichlich Druck. Doch das beste sind die richtig grossen Standplätze (mindestens 10x12m) direkt am Meer. Vor uns ist nur noch ein schmaler Spazierweg auf einer Mauer und dann kommt gleich das Wasser – bei Flut bis fast an die Mauer heran!
Die Ostküste hat zwar keine Klippen und weniger Wellen als die Westküste, dafür sind eben solche Standplätze möglich.

Wieder gibt es einen wunderschönen Sonnenaufgang zum Start in den Tag. Heute wollen wir noch einmal an die wilde Westküste der „Presqu’île de Quiberon“. Wir sind aber sehr gemütlich dran mit aufstehen und parat machen… bis wir in Port Maria im Süden der Halbinsel ankommen, ist es schon Mittag.
Also zuerst mal ein bisschen im Hafen herumschlendern und gucken: Hier ist richtig was los, es hat auch plötzlich Mehrfamilienhäuser (wohl auch einige Zweitwohnungen) und viele Restaurants und Läden. Vom Hafen aus gehen die Fähren zu den Inseln Belle-île, Houat und Hoëdic.

Die ewig hungrigen Möwen warten auf die nächsten Fischerboote.

Wir finden eine hübsche Brasserie mit sehr freundlicher Bedienung und beschliessen erst mal Mittag zu essen. Für mich gibt es noch einmal Moules, diesmal „marinière mit roquefort“. Andy nimmt „Fish&Chips“.



Beides ist sehr lecker und die Vorspeise ebenfalls.

Dann suchen wir uns einen Parkplatz an der Küste und wandern los.

Hier, südlicher als bei unserer Wanderung vom Montag, sind die Felsen wieder etwas anders und man kann vielerorts weit hinunter klettern.

Ein sehr schöner Platz zum geniessen des wilden Spektakels ist „Trou du Souffleur“. Hier kann man gut runtersteigen, sitzt bequem auf den flachen Felsen und es ist nicht gefährlich – wenn man Ebbe und Flut richtig einschätzen kann.
Das Meer ist unglaublich!!! Es ist strikt verboten zu schwimmen und überall wird gewarnt, es gäbe jedes Jahr zahlreiche Todesfälle. Ich kann mir nicht vorstellen, wie blöd man sein muss zu denken, hier sei es kein Problem zu baden.
Ich habe eine App, die Flut und Ebbe für ganz Frankreich anzeigt. Heute sind wir ein paar Stunden vor Ebbe unterwegs, also auf der sicheren Seite.
Bei der kleinen Bucht „Port Kerné“ kann man problemlos runter bis zum Strand. Die Macht und Wucht der Wellen ist extrem beeindruckend! Ein atemberaubendes Naturschauspiel ❤️
Auch weiter oben auf den Klippen müssen wir immer wieder staunend anhalten und fotografieren. Das Naturschutzgebiet wird sehr gut geschützt: Mit Jutenetzen vor der Erosion und mit Absperrungen vor den Touristen.


Unterwegs finden wir einen „Aire de Camping-Cars“ gleich oberhalb der Klippen. Einige grosse Wohnmobile stehen dort auch. Es hat Entsorgung und sieht sauber aus. Aber im Sommer steht man da sicher wie die Sardinen und vom Meer hört man leider gar nichts.


Glücklich und dankbar, die Ohren noch voll mit Meeresrauschen, die Lippen salzig von der Gischt im Wind, fahren wir noch ein bisschen der Küste entlang und dann zum letzten Mal zurück zum Campingplatz.

Wir haben auf dieser Reise ganz verschiedene Wetter erlebt und der Vorhersage nicht wirklich Glauben geschenkt… doch nun empfängt uns eine zünftige Bise und Sturmwolken ziehen auf.
In der Nacht wird es immer heftiger und lauter. Wind und Wellen kann man akustisch gar nicht mehr unterscheiden (es donnert einfach die ganze Zeit!) und der Sturm rüttelt und schüttelt den Bus heftig. Zum Glück hat Andy unsere Stühle und den Tisch noch vor dem Eindunkeln eingepackt – die wären uns in der Nacht um die Ohren geflogen.
Morgens um halb 8 Uhr sagen wir der Bretagne „au revoir“ (wir kommen wieder!) und starten den langen Heimweg. Das war eine kurze aber wirklich schöne Auszeit vom Alltag ❤️❤️❤️
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Danke für den tollen Reisebericht❣️Es war unterhaltsam, mit euch mitzureisen und macht definitiv Lust auf die Bretagne 🌊🪨💨🌤️🥰
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So ging es mir bei eurem Provence Bericht ebenfalls 😘
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