Ankunft in Irland

Die grüne Insel empfängt uns mit einem Mix aus Wolken, Sprühregen, Nieselregen und ab und zu Sonnenstrahlen.

Die Ausfahrt von der Fähre und aus dem Terminal heraus in den Linksverkehr hinein gelingt problemlos.

Wir hatten geplant etwa eine Stunde der Küste nach nordwärts zu fahren und uns dann einen Übernachtungsplatz zu suchen. Gar nicht so einfach. Da hat es nicht viel oder ich suche mit den falschen Apps?

Wir finden ein Motorhome-Dorf, aber nur für Residentials (heisst die Leute wohnen ganzjährig da)… die sind aber sehr nett und empfehlen uns, direkt am Strand weiter vorne zu übernachten, das werde dauernd so gemacht. Den Ort finden wir, das nächste Haus steht nur 10m daneben. Das wollen wir so nicht, auch wenn dieser Platz auf park4night gelistet ist.

Wir schauen nochmal alle Apps durch und auf Google Maps finden wir die Moneyland Farm, 7 km entfernt in Arklow, rufen da an und buchen eine Nacht.

Die Anlage ist sehr schön gemacht, mega nette Leute, sauber und viel Platz und halb leer. Ein Glückstreffer!

Wir geniessen einen ersten friedlichen Abend, schlafen gut und entscheiden uns hier noch 3 weitere Nächte zu bleiben. Ausflüge können wir von hier aus mehrere machen und am Sonntag ist eh Regen angesagt und Andy muss arbeiten.

Verlängern ist kein Problem und wir können sogar an den besten Platz wechseln (mit ein bisschen Meersicht😍)!

Gegen 10 Uhr fahren wir eine knappe Stunde Richtung Dublin in die Wicklow Mountains. Wir, das heisst ich (Sue), schliesslich möchte ich das mit der Links-Fahrerei auch in den Griff kriegen! Die Strassen sind kurvig und teilweise schon seeehr schmal – Huch-Effekte sozusagen gleich miteingebaut!

Wir fahren den Scenic Drive Sally Gap. Tolle Heide-Moor-Berglandschaft, mit Seen (Guiness Lake) und Schafen und Älpli-mässigen, holperigen, einspurigen Passstrassen.

Beim Glenmacnass Wasserfall machen wir einen kurzen Spaziergang dem Bergbach entlang, der vom Torf verfärbt rostbraun über die Steine sprudelt und dann schräg über die hellen Felsplatten ins Tal fällt.

Dann gibt’s Mittagessen im sehr empfehlenswerten Wicklow Heather Restaurant. Für mich super leckere Seafood Chowder Suppe und für Andy einen „loaded beef Burger“ mit zwei riesigen Patties Fleisch – beides mega fein!

Nachher fahren wir die kurze Strecke zum spannenden Skulpturen-Park Victor‘s Way: Die Ausstellung überrascht, polarisiert, ist leicht bis heftig schräg – und das alles gespickt mit einer auf Plakaten vorgetragenen Lebensphilosophie, die sicher nicht Mainstream ist (auch nicht sein will) und zu Diskussionen anregt. Riesige, fröhliche und witzige Ganeshas…

… wechseln sich ab mit religiös inspirierten Figuren (aus Hinduismus, Buddhismus und Christentum).

Im wald versteckt, entdecken wir weitere teilweise skurrile und eher makabre Figuren

… und am Schluss kommt noch Fyonn der Riesen-Druide!

Die Skulpturen verteilen sich über grosse Wiesen, im Wald, bei kleinen Seen – es dauert etwa 2 Stunden bis wir alles gesehen haben. Die spannenden Kunstwerke (wenn auch nicht alle gefällig) und der schöne, lange Spaziergang im Wald machen diesen Ausflugs absolut lohnenswert.

Auf dem Heimweg noch einkaufen und dann geniessen wir unseren ruhigen Stellplatz.

Ich bin stolz, dass ich das Links-Fahren heute so gut gemeistert habe. Es fordert volle Konzentration (das sieht man auch in meinem Gesicht 😉), ist aber nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Die Iren sind sehr herzlich und offen, sie kommen auch auf uns zu, z.B. musste Andy schon zweimal zu unserem Bus Auskunft geben. Das Wetter ist auch ganz okay und wir haben schon am ersten Tag fein gegessen. Wir sind gut gestartet in Irland.


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