Kilkee Cliffs und Bridges of Ross

Heute finden wir „weites Land“ und den ganz grossen Atlantik. Aber zuerst müssen wir uns aus dieser Touristen-Hochburg herauskämpfen.

Wir wollten in Killarney eigentlich noch den Torc-Wasserfall (soll nach Regen besonders schön sein) und die Ruinen von Muckross Abbey anschauen. Aber wie schon bei unserem Versuch, die berühmten Gärten von Muckross House zu besichtigen, bei unserer Ankunft hier: Die Parkplätze sind voll, voll, voll! Es nervt! Keine Chance einen Platz zu finden.

Also lassen wir’s – und fahren Richtung Norden, nach Tarbert, und nehmen dort die Fähre über das Shannon Delta. Jetzt sind wir in der County Clare. Und hier eröffnet sich uns auch plötzlich die Landschaft: Weite Felder, weniger Wald, leicht hügelig, verstreute Häuser und kleine Dörfer – es erinnert mich ein bisschen an Süd-West-England, nur ärmlicher.

Schöner Kreisel in Kilkee, in letzter Sekunde noch halbwegs erwischt fotografisch…

Doch zuerst gibt es beim Diamond Rocks Café in Kilkee noch einmal einen sehr vollen Parkplatz. Andy kann reinfahren und mit Mühe auch auf seiner Seite aussteigen. Für mich geht es nur über die hintere Tür raus (Beweglichkeit-Check bestanden). Danach eine Viertelstunde anstehen für Kaffee, aber der ist gut und man kann ihn mitnehmen.

Jetzt lassen wir die Crowd hinter uns und beginnen den Kilkee Cliff Walk, hin und zurück je etwa 3 km.

Die Kilkee Cliffs (bis zu 80m hoch) sind viel kleiner als die berühmten Cliffs of Moher (bis zu 220m hoch), aber auch viel zugänglicher, weniger vermarktet und viel weniger touristisch. Sie bieten ebenfalls spektakuläre Aussichten auf die zerklüftete Steilküste, aber ohne die grossen Menschenmengen.

Die „Nadel“ sehen wir später vom nächsten Aussichtspunkt aus noch besser.

Wir geniessen die Wanderung und langsam kommt auch die Sonne ein bisschen hervor. Zum Schluss entdecken wir noch dieses schöne irische Gedicht.

Danach fahren wir den WAW etwa 10 Minuten südwärts bis zum offiziellen Kilkee Cliffs Aussichtspunkt. Hier hat es kaum Leute, ein paar Fischer und zwei drei Pärchen, und wir geniessen nach einem kurzen Spaziergang die phänomenale Sicht auf 270 Grad Meer und Felsen.

Die Sonne kommt immer stärker und beinahe gibt es noch ein Nickerchen auf dem weichen Gras.

Nochmal 20 Minuten südwärts auf der Loop Head Peninsula sind die Bridges of Ross. Das sind eindrückliche „Brücken“, die durch den Wellengang in die Küste hineingegraben wurden.

Zuerst finden wir die Brücken nicht, aber auch die Bucht und der ausgeschilderte Weg bieten schöne Ausblicke. Dann plötzlich ist sie da! Schon etwas Besonderes 🤩

Ursprünglich waren es mal drei Brücken, um 1850 (?) sind zwei davon aber eingestürzt. Gut möglich, dass es in hundert Jahren wieder mehrere gibt, denn der Atlantik frisst weiterhin mit aller Kraft an der Felsenküste.

Seegras oder Algen leuchten unwirklich in der Abendsonne.

Es ist sehr friedlich hier und nur ganz wenig andere Touristen, die alle im Laufe des Abends wegfahren.

Auf diesem grossen und ebenen Parkplatz wollen wir heute übernachten. Andy kann wieder die Drohne fliegen und es gibt einen schönen Sonnenuntergang.

Wir trinken zur Feier des Tages eine feine Flasche Lieblingswein und beobachten einen Vogelschwarm, mit sehr vielen faulen Mitgliedern…

… die lieber auf der Stromleitung kuscheln wollen. Bald schon kuscheln auch wir uns ins Bett. Die Nacht bleibt ruhig und friedlich.


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