Bushmills

Wir erzählen heute über den Besuch in der ältesten Whiskey-Destillerie der Welt und unsere Suche nach Plan B. Aber der Reihe nach:

Am Mittag laufen wir 15 Minuten durch Nieselregen zur Destillerie von Bushmills, der ältesten in Irland und vielleicht sogar der Welt. Seit 1608 wird hier mit Lizenz des englischen Königshauses Whiskey hergestellt, vorher aber auch schon…

Die Führung ist anders als die in Middleton, weil wir teilweise durch die „working“ Factory kommen, also einige Arbeiten live miterleben. Der Guide ist genauso kompetent und witzig, aber sein sehr schnelles irisches Englisch ist schwieriger zu verstehen.

Dafür haben wir von unserem Besuch bei der Jameson Distillery schon Vorwissen mitgebracht und Bushmills gibt auch eine gute Broschüre ab, die alles erklärt.

Es ist also wieder sehr interessant und macht auch viel Spass. Die Gruppe ist ganz anders und vor allem lauter und „läbiger“. Man darf unterwegs nur draussen fotografieren.

Das Tasting ist wieder sehr lehrreich, lustig und und lecker!

Nachher in der Bar: Besprechung was wir denn kaufen wollen…

… und dann zurück zum Campingplatz. Wäsche wartet zum tumblern, feines selbst gebackenes Brot wartet probiert zu werden und nach dem grosszügig bemessenen Tasting wartet auch eine Siesta!😉

Später gibt es noch ein feines Nachtessen. Andy kriegt es trotz des windigen Regenwetters hin, das Rumpsteak auf dem Skottigrill heiss zu kriegen. Endlich wieder mal gutes Fleisch 😋 und der Salat und die Folien-Kartoffeln (mit Kräutern und Knobli) sind eh immer lecker.

Danach sprechen wir laaange über den weiteren Plan für unserer Reise. Das miese Wetter schlägt uns beiden aufs Gemüt, es frustriert wenn man kaum je draussen sein kann ohne zu frieren oder nass zu werden. Es ist zwar nicht wahnsinnigig kalt, aber der Wind macht es schlimmer. Und die Europa-Wetterkarte zeigt, dass es fast überall nass ist und sogar in der Sahara regnet😜

Ausserdem nervt es, ständig „Nachbarn“ zu haben, auf Campingplätze angewiesen zu sein. Wir möchten wieder mehr frei stehen.

Drittens: Ruinen, Friedhöfe und Burgen verlieren ihren Reiz. Wir möchten mehr Kunst und auch mal etwas Handwerklich-Technisches! Etwas kognitiv Herausforderndes…

Und überhaupt: Das Essen (in Restaurants) muss auch besser werden. Wenigstens ist das selbst gekochte Mampfi immer lecker!

Wir haben einen waschechten Durchhänger!!! Daheim wäre es auch schön… oder in Frankreich… oder vielleicht sind lange Reisen gar nicht wirklich unser Ding… oder???

Wir haben keinen wirklichen Plan, wie es weitergehen soll oder wie wir diese doofe Stimmung wieder loswerden. Und entscheiden deshalb, noch nichts zu entscheiden, aber zügig Richtung Schottland zu ziehen und auf jeden Fall noch die Kelpies anzuschauen.


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2 Antworten auf „Bushmills

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  1. Liebe Sue

    Ich verstehe eure Gefühle bez. des Wetters etc. sehr gut. Und solches Wetter zerrt bei allen an den Nerven. Ich würde also nicht grad denken, dass das längere Reisen vielleicht nicht mehr so euer Ding ist. Ich habe mir schon vorher gedacht, dass ich an eurer Stelle vielleicht zwischendurch mal in Hotel gegangen wäre zur „Erholung“. Oder länger an einem Ort geblieben.

    Weiterhin gute Reise

    Elsa

    >

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    1. Liebe Elsa
      Am engen Bus-Life liegt es nicht, wir waren ja im Hotel, aber das war eher schlechter (obwohl es ein gutes Hotel war), denn im Bus fühlen wir uns immerhin zuhause und er ist gemütlich. Das Regenwetter verunmöglicht halt viele Ausflüge oder macht sie sinnlos (weil man nichts sieht) – das nervt vor allem! Aber ich bin zuversichtlich: Dem Wetter entfliehen wir jetzt hoffentlich, wir sind auf der Fähre nach Schottland 🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿

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