Hier auf dem Gelände von „Badia San Michele“ fühlen wir uns sofort sehr wohl! Daniela empfängt uns total herzlich und unkompliziert, die Umgebung Natur pur mit Hühnern, Truthahn und schmusigen Katzen. Hier ein paar Eindrücke von unserem Camp:






Hier auf dem Gelände (und überhaupt überall im Stiefelabsatz) gibt es auch mehrere Trulli mit der gleichen Trockenmauer-Bauweise wie weiter nördlich in der Region Alberobello. Hier sind sie aber viereckig, ohne konisches Dach und sie haben eine Art Terrasse. Die Steinhäuser wurden früher zum Trocknen von Tomaten, Feigen und generell zum Aufbewahren von landwirtschaftlichen Produkten benützt. Die eckigen Gebäude sind typisch für das Salento und heissen „Lamie“.







Wir geniessen den ersten Tag hier mit faulenzen und genüsslich lecker kochen – hab ich das nicht schon zwei drei Mal so geschrieben? 😉😉 … und ich backe im Omnia einen feinen Zitronenkuchen!






Es gibt den ganzen Nachmittag ziemlich heftges Donnergrollen, einige Blitze und kurze, aber recht heftige Regengüsse. Deshalb wird auch unsere Markise immer so schräg aufgestellt. Das ist gewollt und ist kein Fehler 😉 ! Dort wo die automatisch nivellierten Räder hoch stehen (= da ist der Untergrund am tiefsten), dort spannt Andy auch die Markise tiefer. Das funktioniert super und so wird unser Plätzchen unter dem Dach nicht pflotschnass!
Am nächsten Morgen, gemütlich, gegen halb 11 Uhr, fahren wir nach Otranto an der Adriaküste. Ein herziger Ort mit lebhafter Altstadt und schönen Stränden.





Im dortigen Dom (es ist ein 5000 Einwohner Dorf 😉) hat der Mönch Pantaleone in den Jahren 1163-1166 mit über 10 Millionen Steinchen ein mystisch-religiöses Riesenmosaik auf den Boden der ganzen Kirche gezaubert. Sehr fantastisch und beeindruckend!!!











Fast hätten wir den Blick auf dieses Kunstwerk verpasst, denn auch diese Kirche macht „Siesta“ von 12 bis 16 Uhr… und wir waren ja erst halb 12 Uhr da (!) und wollten eigentlich erst noch einen caffè trinken? Das haben wir dann auch seeeehr schnell getan, gezahlt und sind sogleich zum Dom gehetzt 😅


Wie man auf den folgenden Bildern gut sehen kann, findet hier grad eine Hochzeit statt! Natürlich muss ich zuhören und zuschauen, natürlich muss ich heulen, denn es ist so herzig und berührend…





…vor allem als das Ring-Mädchen sich zuerst weigert durch den wirklich langen Gang alleine nach vorne zu laufen… sie hat es dann doch noch gemacht und an dieser Stelle wünschen auch wir Marika & Fabrizio ganz viel Glück und alles Gute!!!

Bisschen shoppen, Pasta-Zmittag und dann geht es weiter entlang der wirklich extrem wunderschönen Küstenstrasse vom östlichsten Ort Italiens (Otranto) bis zur südlichsten Spitze des Stiefelabsatzes!



Da ich gefahren bin, gibt’s hier leider nur wenig Bilder. Man hätte aber alle hundert Meter schöne Fotos schiessen können, nur gab es da auf der schmalen und kurvigen Strecke nicht immer Ausstellplätze😅 Mir hat es sehr gefallen, eine absolut lohnenswerte Küstenfahrt!







In Santa Maria de Leuca gibt es einen (zona militare) Leuchtturm und diese grosse schöne Kirche. Mit viel Stolz wird darauf hingewiesen, dass Papst Benedikt hier war!
Ausserdem ist es heiss und tüppig und nach einem kurzen Sightseeing fahren wir zurück zum Camp in Neviano.

Bei Daniela kaufen wir noch Olivenöl, Eier und Roséwein ein, die sie selber produziert.


Mein Italienisch reicht ja um überall irgendwie durchzukommen, aber eine richtige Unterhaltung ist leider nicht wirklich möglich.
Trotzdem errät Daniela, was ich meine, als ich versuche zu fragen, welches Tier in der Nacht wie ein Wecker piepst. Wir haben es schon an vielen Orten gehört, sogar in Lucca, und hier auf dem Gelände hatte es gleich mehrere.
Sie weiss sofort was ich meine. „Ahh, il pupupu“ lacht sie (in Wirklichkeit heisst es Assiolo) – eine winzige Zwergohreule, die gerne in lichten, trockenen Oliven- und Pinienwäldern lebt und total rhythmisch vor sich hin pfeift, wenn sie wie Daniela sagt „inamorata“ ist😍

https://www.google.com/search?q=Assiolo#fpstate=ive&vld=cid:e0f6bb38,vid:lqc93QBOVek
A propos Wälder: Es ist total tragisch, wie viele Olivenbäume im Süden Italiens von dieser schrecklichen Krankheit (dem Xylella-Virus) betroffen sind. Wir fahren manchmal kilometerweit an kaputten und toten Plantagen vorbei. Überall sieht man gestutzte und tote Olivenbäume, teilweise wird auch wieder neu angepflanzt. Aber da es noch keine Kur gegen die zerstörerischen Bakterien gibt, fragen wir uns ob das sinnvoll ist. Tragisch ist die Situation auf jeden Fall – für die Natur und für die betroffenen Bauern 😢😢😢





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Wieder ganz toll geschrieben und schöne Fotos. Ist wirklich eine sehr schöne Gegend und nette Leute gibt es da auch. Freue mich für euch und was ihr alles erleben dürft ! 😘😘
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Ich freue mich, an Euren Erlebnissen teilhaben zu können. Bilder und Text, alles passt. Ein Gedanke kommt mir allerdings immer wieder bei Eurem Besuch der vielen Kirchen. „Mit Gott und Kirche nichts am Hut“ stimmt dann wohl doch nicht. An der Geschichte Gottes mit dem Menschen scheint schon etwas dran zu sein; oder? Ich freue mich jedenfalls wieder einmal auf eine Diskussion dazu mit Euch.
Liebe Grüsse und weiterhin eine gute Reise Burkhard
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Ganz toll und für mich eine wunderschöne, unbekannte Gegend. Freue mich schon auf eure Reiseerzählung. GUTE FAHRT
Koni
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