Fleadh Cheoil na hÉireann

Das bedeutet: Fest der Musik von ganz Irland! Vom 3.-10. August findet das weltweit grösste Festival der irischen Volksmusik dieses Jahr in Wexford statt.

Wir nehmen es am Morgen gemütlich und fahren gegen Mittag in die kleine Stadt, die etwa eine halbe Stunde entfernt liegt.

Es ist alles gut organisiert mit park&ride und einer voll autofreien Innenstadt. Natürlich haben alle Pubs geöffnet und es gibt eine ganze Reihe Foodtrucks und eine recht grosse Chilbi.

Wir probieren den in Irland sehr beliebten „Spice Bag“: French fries, zügig mit Chili gewürzt und vermischt mit frittierten Peperoni, Zwiebeln und Pouletstücken.

Was auffällt:

An jeder Ecke gibt es „Free Bible Lessons“ – wird aber nicht angesprochen, man muss wohl schon fragen…?

Und positiv: Von der Grossmutter bis zum Baby sind alle unterwegs und alle sind gut drauf, fröhlich, lustig und happy!

Ich habe auch noch nie so viele rothaarige Menschen auf einmal gesehen.

Die Frauen vom Sanitätsdienst machen ein Foto von uns vor der falschen Rotkreuz-Flagge 😉

Eingangs der Altstadt

Der Fleadh (ausgesprochen:Flaa) ist eigentlich ein riesiger Wettbewerb unter den grössten Talenten in Tanz, Gesang und dem Spiel der traditionellen Instrumente.

Es gibt gratis Konzerte und an jeder Ecke wird Musik gemacht, am Nachmittag versuchen sich vor allem unzählige Kinder und Jugendliche als Strassenkünstler!

Einige schaffen es richtig viel Publikum um sich zu scharen, das auch begeistert mitklatscht und zujubelt.

Andere wiederum werden kaum beachtet, aber harren tapfer aus und geben nicht auf. Auch ihre Hüte füllen sich langsam mit Münzen.

Wir tauchen ein in dieses grosse irische Volksfest, doch nach gut 4 Stunden füllen sich die Gassen immer massiver und wir haben genug gesehen.

Zurück beim Bus auf dem Campingplatz machen wir noch einen längeren Spaziergang zur Kirchenruine unten am Strand.

Der Friedhof wird immer noch benutzt, wir sehen aber auch uralte Grabsteine mit 17er und 18er Jahrhundert-Zahlen und viele sind auch gar nicht mehr lesbar.

Diese Kirche wurde vor mehr als 800 Jahren gebaut. Ursprünglich gab es dazu auch mal ein Dorf, doch die Pest, Kriege und Hungersnöte haben es schon vor langer Zeit zum verschwinden gebracht.

Es ist sehr windig und kalt. Zum Znacht koche ich Risotto mit Salat.

Die Nacht wird extrem stürmisch und unser Bus wird so richtig heftig durchgeschüttelt. Das ist an und für sich nicht schlimm, ausser dass es halt einfach wenig Schlaf gibt für uns beide. Aber irgendwie geht uns dieser immer wieder auftauchende kalte Sturmwind schon langsam ein bisschen auf den Wecker!


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