Tantallon und Dirleton Castles

Heute gehen wir es etwas lockerer an und besuchen „nur“ 2 Schlossruinen.

Tantallon Castle ist eine riesige Burgruine aus dem 14. Jahrhundert östlich von North Berwick auf einer Landzunge bei den steilen Klippen des Firth of Forth, der Bucht von Edinburgh. 1651 wirde es von den Truppen Oliver Cromwells belagert und in Trümmer geschossen.

Das Schloss besteht eigentlich aus einer langen Mauer mit drei Türmen, die die Landzunge abriegeln. Beim Hinlaufen sieht alles noch ziemlich intakt aus.

Hinter dem Eingangstor sind aber nur noch Ruinen der einstmals schönen und für Mittelalter-Verhältnisse hochwertig eingerichteten Räumlichkeiten zu sehen. Nur der mittlere Turm steht noch einigermassen ganz da.

Ich finde diese Informationstafeln immer sehr interessant und kann mir gleich viel besser vorstellen, wie es war, hier zu leben und zu arbeiten.

Ich glaube, diese Tafeln werden für alle Schlösser, Burgen und Klöster immer von den gleichen Künstlern gestaltet 😉 Sie sehen auf jeden Fall immer sehr ähnlich aus irgendwie…

So erfährt man zum Beispiel, dass mutige Dienstboten aus diesem Tor in der Küche auf die Klippen klettern und Eier von Seevögeln einsammeln mussten.

Es ist sehr windig hier und zuoberst auf den Türmen (knapp 100 sehr enge und unebene Stufen) hat man eine grandiose Aussicht über Land …

… und aufs Meer hinaus.

Die unbewohnte Insel da draussen heisst Bass Rock und beherbergt die grösste Basstölpel-Kolonie der Welt. Der Seevogel verdankt seinen Namen dieser Insel, 150’000 Tiere leben da von Februar bis Oktober. Der Vogel ist weiss, so kann man jetzt im September gar nicht sagen, ob der 107m hohe Fels wegen der Vögel so weiss ist oder wegen ihrer Kacke? 😂

Wir fahren weiter zum nahen Schloss Dirleton.

Es ist so baufällig, dass man nur den Hof überhaupt betreten darf.

Die Burg gehörte verschiedenenn Familien und wurde mehrmals repariert, dazu gibt es einen Beobachtungsauftrag auf der Tafel.

Es stört mich nicht, dass man nur wenig von der Ruine besichtigen kann, denn eigentlich will ich vor allem die schönen Gärten anschauen 💚

I love English Borders 💚💚💚

Und dann gibt es hier noch den berühmten Taubenschlag (dovecote) aus dem 16. Jahrhundert, für bis zu 2000 Vögel, die sich selbst versorgten und als Dünger-und Fleischlieferanten dienten.

Und auf dem Rückweg finde ich auch noch den sehr spannend angelegten formalen Garten mit den speziellen Beetformen. Gute Idee mal so gekrümmt und verzogen, statt immer quadratisch praktisch gut!

Danach suchen wir nur noch einen Platz für die Nacht. Der gestrige Tag hat noch Nachwirkungen. Wir sind müde…

Wir finden auf dem Aberlady Caravan Park genau was wir für diesen Abend brauchen: Schutz vor dem einsetzenden Regen, wir können hier nämlich die Markise aufstellen, was in UK und Irland längst nicht auf jeder Campingplatz erlaubt ist (ausgerechnet hier, wo es so oft regnet!). Die Dusche ist auch super (Temperatur einstellbar, gleichmässig viel Wasser und picobello sauber) und zum Znacht gibt es Pesto-Penne😋

Am nächsten Tag ist es mehrheitlich sonnig, zwar windig, aber trotzdem warm und wir machen einen Ruhetag. Andy muss zum Coiffeur (Sue) und ich muss schon zum zweiten Mal, seit wir unterwegs sind, das Mini-Gefrierfach abtauen. Es ist völlig vereist. Hoffentlich habe ich jetzt endlich die Fehlerquelle gefunden!

Heute Abend kochen wir notgedrungen etwas mit Cervelats und Wienerli😉


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