Es wird uns relativ schnell klar, dass wir hier ein kleines Paradies gefunden haben!

Aber eins nach dem anderen…

Von der Küste aus fahren wir eine Stunde wieder nordwärts durch eine hügelige Gegend mit vielen Rebbergen und langsam herbstlich anmutenden, sehr schönen Wäldern.


Dann kommt eine gut, allerdings schmal bis einspurig ausgebaute Passstrasse über den Col de Castellaras in den Hügeln der Provence-Verte. Wunderbare Aussicht von da oben! Leider konnte man nirgendwo anhalten zum fotografieren…
Danach leitet uns Google Maps auf eine sehr ruppige Piste um, kaum als Strasse zu erkennen. Nach etwa einem Kilometer finden wir tatsächlich das Tor zu unserer nächsten Unterkunft. Es braucht dann aber doch noch einen Telefonanruf (denn da steht „kein Zugang“) – wir sind noch nicht am richtigen Ort. Auf kleinstem Raum muss Andy umdrehen und kurz zurückfahren bis zum richtigen Tor. Der sehr sympathische Alain, Besitzer dieses Weinguts, staunt nicht schlecht, dass wir so quasi „von hinten“ ankommen. Dieser Weg werde schon seit Jahren nicht mehr unterhalten und auch nicht mehr benutzt… das erklärt, warum er eher wie ein Bachbett in einem Felsabsturz-Gebiet daherkommt. Aber mit unserem coolen 4×4 Bus und Andy am Steuer ist das überhaupt kein Problem!


Alain und seine Frau Halina sind super freundlich! Er zeigt uns vom Balkon aus die bessere, neue Zugangsstrasse, sein Anwesen mit den Reben und der prächtigen Aussicht auf Hügel und Wälder.

Unterhalb des Hauses sind etwa 4 grosszügige Parzellen für Camper abgesteckt, mit kleinen Hecken voneinander abgetrennt, und zwei davon haben auch eine Sitzbank.



Zugang zu Strom und Wasser gibt es auch und eine aufgeräumte Entsorgungsecke, auch fürs WC. Nur fürs Grauwasser gibt es nichts, aber wenn man umweltfreundliche Produkte hat, darf man es auch einfach am Platz ablassen. Super unkompliziert!
Wenn man buchen möchte, schreibt man eine sms oder ruft an. Bargeld wird bevorzugt (18 Euro/Tag).

Es gibt im unteren Stock des Hauses (100m von den Standplätzen entfernt) auch eine kleine Küche (zum Waschen von Geschirr und Kleidern), eine Toilette und eine Dusche. Alles etwas älter, aber sauber und funktionstüchtig, und innerhalb des Hauses, also hoffe ich, es ist auch im Winter beheizt.









Wir bekommen gleich noch ein Glas preisgekrönten Rosé zum probieren – und kaufen natürlich gerne genug davon ein.
Schon bald gibt’s damit Apéro und Andy geniesst seine Zugabe dazu.




Es gefällt uns vorzüglich hier. Die Ruhe und der Platz mit viel Privatsphäre sind genau was wir suchen. Es hat noch ein anderes Paar mit Wohnwagen auf dem grossen Areal, sie sind schon zum 6. Mal hier! Der Mann sagt: Einmal bei Alain, immer wieder bei Alain!





Am Morgen hat es jeweils noch ein bisschen Nebel. Aber der ist schnell weg, sobald die Sonne über den Hügel kriecht, und dann wird es auch schnell wärmer. Heute Morgen, Ende Oktober, ist es 6 Grad kurz vor 9 Uhr. Eine Stunde später ist es schon 10 Grad und am Nachmittag wird es trotz des leichten Windes richtig warm!

Bienen und andere Insekten summen (aber KEINE Moskitos!), ein leichter Wind rauscht durch die Blätter, ab und zu bellen Hunde oder hört man ein Auto (weit weg) oder ein Flugzeug, Vögel zwitschern den ganzen Tag und in der Nacht hört und sieht man nichts, ausser tausend Sterne am Himmel.




Hier darf man auch grillieren, zum Znacht gibt es den Klassiker: Steak, Kartoffeln in der Folie mit Butter und Thymian und Salat.




In der Nacht wird es schon recht kalt, aber wir haben Decken und unsere Heizung funktioniert tadellos.

Im Winter könne man draussen essen bei Sonnenschein und 20 Grad, aber in der Nacht sei es im Januar auch nur knapp über null Grad, sagt Alain. Andy hat eine App, mit der er den Sonnenverlauf nachschauen kann. Am 1. Februar wäre es hier so:


Die Sonne scheint auch heute den ganzen Tag auf unseren Platz und am Nachmittag sucht man dann gerne den Schatten unter der Markise oder der grossen alten Esche neben unserem Bus. Ihretwegen musste Andy übrigens das Starlink ummontieren, Empfang unter dem Baum gleich null.



Lesen, faulenzen, entspannen… herrlich!

Am zweiten Abend sind wir bei Andys Kollegen in Ollières eingeladen. Es gibt Fondue, nicht ganz passend zum Spätsommer, aber halt „Tradition“ in dieser Männerrunde. Es wird ein lustiger und fröhlicher Abend.


Wir verlängern noch einen Tag, weil es uns hier einfach ausserordentlich gut gefällt. Es wird ein extrem ereignisreicher Tag inklusive Helikopterbesuch und einer netten neuen Nachbarin aus England.
So viel zu tun 😉😉😉

Wir dürfen Trauben holen, die die Erntemaschine nicht gefunden hat. Ich backe ein Brot und fange den nächsten spannenden Krimi an. Und um halb 6 Uhr besuchen wir die Stammgast-Nachbarn Dietmar (Didier) und Maria und verbringen einen fröhlichen und interessanten Abend mit ihnen. Sie kennen Frankreich richtig gut und geben uns viele willkommene Tipps. Ein sehr netter Kontakt und wer weiss, vielleicht treffen wir uns mal wieder hier? Denn für uns ist klar: Le Clos Madame wird unsere erste Anlaufstelle für Wintercamping und passt aber durchaus auch in die anderen Jahreszeiten!



Entdecke mehr von Sue und Andy - on the road
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

so schön, dass ihr sozusagen das Paradies gefunden habt 🤩🍀
LikeGefällt 1 Person