Videfossen, Geirangerfjord und Trollstigen

Am nächsten Morgen, was für eine Überraschung, regnet es. Der Fjord, gestern Abend noch Sumpfgebiet, ist jetzt überflutet.

Wir sind ein bisschen sehr gemütlich drauf und starten erst ungefähr um ein Uhr Richtung Osten. Unser Ziel ist das Gebiet rund um den Trollstigen.

Die Fahrt geht wie üblich durch viele kleine und längere Tunnels und entlang der Ufer von Seen und Fjorden. Nach einem Einkaufs- und Verpflegungshalt in Volda erreichen wir bald Videsæter. Die Strasse ist schon zügig kurvig und führt uns bald bis über tausend Meter über Meer. Unterwegs zweigen wir rechts ab auf die 1894 erbaute Strasse zwischen Hjelle und Grotli: Die Landschaftsroute Gamle Strynefjellsvegen.

Videfossen

Nach dem sehr beeindruckenden Wasserfall Videfossen fährt Andy auf der alten einspurigen Strasse weiter (ich habe Schiss🙈). Es ist holperig, kurvig, kalt, nass, neblig… links und rechts grobe Felsen, überall sprudelt Wasser, meterhoher Schnee und Steinschlag-Lawinen… eine unwirtliche und doch sehr faszinierende Landschaft.

Mit dem Bus hätten wir unterwegs an der alten Strasse übernachten können, aber nicht im Zelt. Zu kalt und zu felsig. Es ist schon beinahe 8 Uhr abends als wir Grotli erreichen. Kein Campingplatz und das einzige Hotel ist ausgebucht. Also entscheiden wir uns, doch noch weiter zu fahren nach Geiranger.

Die Strasse ist wieder zweispurig und zum ersten Mal ist Tempo 90 erlaubt. Es ist aber so neblig und kurvig – nicht zu empfehlen! Die Gebirgslandschaft ist extrem! Alles sehr eindrucksvoll🤩

Auch in Geiranger sind sämtliche Zeltplätze mit Hütten voll und so landen wir schliesslich in einem grossen teuren Hotel und bekommen dort auch noch ein gutes Znacht.

Nach dem reichhaltigen Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Trollstigen. Unterwegs beim Aussichtspunkt Ørnesvingen nimmt Sebi noch eine kleine, dann doch etwas grösser als erwartete Dusche 😅

Auf diesen besonderen norwegischen „Landschaftsstrassen“ wird Natur mit Architektur & Design „verbunden“ – sehr ansprechend, oft verblüffend und definitiv spannend! Uns gefällt‘s😍😎

Unterwegs immer wieder Schafe….

… und Wasserfälle – so viele, dass sogar Andy sagt, er hätte jetzt genug für lange Zeit 😉

Gudbrandsjuvet: Noch ein Wasserfall und was für einer! Mit sehr cooler Aussichtsplattform und feinen zimtschnecken im Café nebendran😊

Weiter geht es zum Pass. Hier sind richtig viele Touristen, aber es verteilt sich einigermassen und ist von der Masse Leute her erträglich – von der spektakulären Natur und Strassenbau her unbedingt sehenswert!

Heute sind wir früher dran und um 2 Uhr halten wir am ersten Campingplatz kurz vor Andalsnes an und bauen uns ein schönes Camp. Natürlich fängt es wieder an zu regnen aber wir sind im Trockenen, haben Zeit für Siesta und Wäsche waschen (gar nicht so einfach wenn der Tumbler 3x länger braucht als erwartet und eine Menge Leute am liebsten meine nassen Kleider rausnehmen und die eigenen reinstecken würden!) und grillieren was leckeres zum Znacht. Tipptopp so!

Sebi hat uns ein wärmendes Feuer gebastelt 😍


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